| 20:25 Uhr

In der Gemeinde Quierschied
Ein wunderbarer Weihnachtsmarkt

Bei trockenem Wetter war auf dem Quierschieder Weihnachtsmarkt allerhand los.
Bei trockenem Wetter war auf dem Quierschieder Weihnachtsmarkt allerhand los. FOTO: Thomas Seeber /
Quierschied. Der Quierschieder Weihnachtsmarkt erfreute sich eines großen Zuspruchs. Der Tag der offenen Kirchentür fand parallel dazu statt.

. 75 Kilogramm Teig sind eine ganze Menge – wenn daraus Zimtwaffeln gebacken werden und diese auch noch komplett ausverkauft sind, kann man wohl von einem Erfolg sprechen. Drei Tage lang hatten die Quierschieder Kneippianer für den Weihnachtsmarkt vorgebacken, gegen Abend war alles weg, wie die Vorsitzende Roswitha Riechert stolz verkündete. Dabei wurden 25 Kilogramm noch am Markttag selbst fabriziert, wie sie anfügte. Auch Norbert Rosar zog ein positives Zwischenfazit der Veranstaltung rund ums Rathaus: „Es gibt keinen Grund zur Klage.“ Der Organisator der Arbeitsgemeinschaft Weihnachtsmarkt im Heimat- und Verkehrsverein sagte, man habe viel Glück mit dem trockenen Wetter gehabt. Stimmen, die befürchtet hatten, der Weihnachtsmarkt könne im kommenden Jahr wegen Desinteresse ausfallen, konnte er entgegenhalten, dass Nachfragen zur Zufriedenheit mit dem Geschäft an den 18 teilnehmenden Ständen ebenfalls positiv ausgefallen waren.


So zogen Hunderte Besucher über den Markt und erfreuten sich am Geruch der Plätzchen oder tranken gemeinsam Glühwein. Hier verspeiste man den beinahe schon legendären Wambe-Burger am Stand der gleichnamigen Karnevalisten, dort aß man Schmalzbrote. Beim Mandolinen- und Gitarrenverein erfreute man sich an selbstgemachten Basteleien wie Holz-Eulen oder Schals. Am Stand vor der katholischen Kirche Maria Himmelfahrt traf man sich zum Falafel essen, woanders einfach nur zum netten Gespräch.

Die Eltern der Kinder, die die Löwenklasse 1.2 der Lasbachschule besuchen, hatten in diesem Jahr zum ersten Mal einen Stand. Dort veräußerten sie Löwenpunsch und  Löwenpfanne. „Damit die Klassenkasse etwas aufgepeppt wird“, wie Sprecherin Sarah Müller erklärte. Die Kinder hatten noch verschiedene Dinge gebastelt, beispielsweise aus Malerpinseln kleine Weihnachtsmänner und aus Blumentöpfen Geschenktöpfe. Mit dem Erlös könne man dann im kommenden Jahr etwas gemeinsam unternehmen, „in den Zoo gehen oder ins Kino“, wie Sarah Müller erklärte.



Ebenfalls Stand-Premiere feierte der Förderverein der Gemeinschaftsschule. Dies war notwendig, da die Schule selbst einen Adventsmarkt am Vortag organisiert hatte, wie Torsten Herber, der Vorsitzende des Vereins erklärte. Neben Kaffee und Kuchen boten die Mitglieder auch den „Herzenswärmer“ an – ein alkoholisches Getränk nach Geheimrezept. Eventuell werde man das Angebot im kommenden Jahr erweitern, vielleicht eine Speise anbieten, die es sonstwo noch nicht gibt. „Aber das sind alles Gedankenspiele“, so Herber.

Wer sich vom Trubel auf dem Weihnachtsmarkt kurz erholen wollte, kehrte in die katholische Kirche ein. Dort hatte die Kirchengemeinde zum Tag der offenen Kirchentür eingeladen. Dabei gab es beispielsweise Rezitationen von besinnlichen Texten, vorgetragen von den Lektoren. Unter anderem wurde die Frage aufgeworfen, was vom nun ausklingenden Jahr übrig bleibt: „Enttäuschung, Misserfolge, ein leichter Schmerz?“ Man solle einfach weiter nach Frieden suchen, so der Ratschlag.

Ein Highlight war sicherlich das Mundharmonika-Spiel von Lothar Drexler. Als er – umrahmt von sanft roter Illumination, die dem Kirchenschiff einen Hauch von Magie gab – „Amazing Grace“ anstimmte, sorgte das für einen Gänsehautmoment. Viel beklatscht wurde der Auftritt des Chors der syrischen Kinder. Diese sangen unter anderem „O Tannenbaum“ und „Schneeflöckchen, Weißröckchen“. Eine große Engelsfigur neben dem Altar und der Stern von Bethlehem, der von links strahlte, werteten die Veranstaltung zusätzlich auf.

Gänsehaut-Momente erleben konnten die Weihnachtsmarkt-Besucher in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt.
Gänsehaut-Momente erleben konnten die Weihnachtsmarkt-Besucher in der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt. FOTO: Thomas Seeber /
(bo)