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Ein schwache Abwehr und Verletzungspech

Saisonrückblick : Eine schwache Abwehr und Verletzungspech

Der TuS Herrensohr landete vergangene Saison nur auf Platz elf.

„Angesichts der Probleme, die wir im Verlauf der Saison hatten, kann man mit dem Ergebnis zufrieden sein. Insgesamt war es aber nicht sonderlich gut“, sagt Bernd Eichmann. Der Trainer des TuS Herrensohr reagiert angesichts des elften Tabellenplatzes, den seine Truppe erstreiten konnte, verhalten. „Wir hatten ein Torhüterproblem“, erklärt der Trainer weiter. „Aber unser gesamtes Defensivverhalten ließ zu wünschen übrig. Wir haben einfach zu viele Gegentore kassiert“.

Um diese Schwächen der Mannschaft in den Griff zu bekommen, hat sich der TuS an entsprechender Stelle verstärkt. So kommen mit Christian Schneider von der DJK Bildstock und mit Max Wettmann vom FSV Jägersburg zwei Defensivkräfte zum Kader dazu. Wettmann soll im defensiven Mittelfeld antreten und Alexander Ottos Platz einnehmen. Dieser hat sich bereits vor der Winterpause verabschiedet und ist derzeit in Australien. „Ein Spieler wie Alex Otto ist für die Mannschaft nahezu unersetzbar“, sagt Co-Kapitän Marc Hümbert. „Durch seine Erfahrung in der Dritten Liga war er nicht nur ein Stabilitätsfaktor für die Abwehr, sondern auch ein Führungsspieler, zu dem die jungen Leute in der Mannschaft aufgeblickt haben. Ich glaube, Alex hat in der gesamten Saison keinen einzigen Zweikampf verloren“, sagt Hümbert und lacht. Ob und wann Otto zurückkehrt, ist derzeit noch unklar.

Das von Eichmann angeschnittene „Torhüterproblem“ scheint inzwischen gelöst. Herrensohr verpflichtete für die nächste Spielzeit den Schlussmann Georg Amann von VfB Theley. Dieser laboriert derzeit jedoch an einer Faserverletzung in der Wade. „Schwer zu sagen, wie lange das noch dauert“, sagt Eichmann. „Auf jeden Fall hat er im Moment noch Trainingsrückstand“.

Die Stabilität in der Abwehr hat in der zweiten Hälfte der Saison sichtlich gefehlt. Nachdem die Mannschaft um Bernd Eichmann zwischenzeitlich um die Tabellenspitze gekämpft hatte, ging es nach der Winterpause stetig bergab. Doch nicht nur Alexander Ottos Ausscheiden aus der Mannschaft machte dem TuS zu schaffen. „Wir hatten eine Menge Verletzungspech“, sagt Hümbert. „In der gesamten Rückrunde hatten wir nicht ein einziges Mal die gleiche Startformation.“ Dies solle jedoch keine Entschuldigung für die insgesamt schlechte Leistung der Mannschaft in der zweiten Saisonhälfte sein. „Wir haben gegen Ende auch schwächer gespielt“, gibt Hümbert zu.

Dennoch gibt es nicht nur Schlechtes zu sagen, findet Eichmann. „Wenn wir unser Personal beisammen hatten, konnten wir auch jedem Gegner gefährlich werden“, so der Trainer. Als Beispiel hierfür führt er den 4:3 Sieg gegen den späteren Meister und Aufsteiger FV Eppelborn an.

Für die nächste Saison erhofft sich Co-Kapitän Hümbert „ein besseres Ergebnis als letztes Jahr“. Es sei schlicht nicht absehbar, wie sich die Liga entwickeln werde. „Auf jeden Fall wird die Liga ein gutes Stück stärker sein als letztes Jahr“, sagt Hümbert. „Allein Quierschied hat jetzt eine Wahnsinnsmannschaft da stehen. Die sollte man auf dem Zettel haben. Auch die Borussia Neunkirchen wertet die Liga gewaltig auf. Ich sehe fast nur 50:50-Spiele auf uns zukommen, in denen die Tagesform über Sieg oder Niederlage entscheiden wird.“

Auch Trainer Eichmann möchte sich nicht auf einen konkreten Tabellenplatz als Ziel für das nächste Jahr festlegen. „Die Liga wird unberechenbar sein“, pflichtet er seinem Co-Kapitän bei. „Deshalb müssen wir einen guten Start erwischen. Das wird umso schwerer, da wir zu Beginn vier Auswärtsspiele haben.“ Der TuS Herrensohr besteitet seine erste Partie in der neuen Saison am Samstag, 29. Juli, gegen die FSG Ottweiler/Steinbach. Anstoss ist um 16.30 Uhr.