1. Saarland
  2. Saarbrücken

Ein Mann in Dudweiler fordert Geschwindigkeitkontrollen

Kann diesem Mann geholfen werden? : Einen stationären Blitzer wird es nicht geben

Der Anwohner einer viel befahrenen Straße in Dudweiler fordert mit Vehemenz und seit Jahren eine regelmäßige Tempoüberwachung.

Die Straße „Am Neuhauser Weg“ in Dudweiler ist eine viel befahrene Strecke. Sie führt von und zur Autobahn A 623. Anwohner dort ist auch Friedrich Müller. Vor vielen Jahren hatten wir mit dem heute 85-Jährigen den ersten Kontakt. Das war, als sich die Straße in einem desolaten Zustand befand. Müller beklagte damals die enorme Lärmbelästigung, die unter anderem daraus resultierte, dass das laute Geklapper von oft leeren Lkw-Anhängern ihm auf arg holpriger Piste die Ruhe raubte. Es dauerte dann noch geraume Zeit, bis die Fahrbahn saniert war und der Lärmpegel sich deutlich verringerte.

Auf nicht mehr zerklüfteter Strecke lässt es sich allerdings auch schneller fahren. Und genau das beklagt der Dudweiler Bürger, der Ende des vergangenen Jahres einen Brandbrief an das Ordnungsamt der Landeshauptstadt Saarbrücken geschickt hatte. Und der beginnt so: „Seit 1994! 1994! 1994! 1994! 1994! 1994! 1994! 1994! 1994! bemühe ich mich als Anwohner des oberen Neuhauser Wegs um eine Geschwindigkeitskontrolle wenigstens einmal im Monat. Den bisherigen diesbezüglichen Schriftverkehr könnte man als Buch herausbringen.“

10 000 Fahrzeuge pro Tag, berichtet der Senior, würden die Straße „Am Neuhauser Weg“ befahren – teils mit Geschwindigkeiten bis 70 km/h. Und: „Ab 20 Uhr scheint für viele Autofahrer die 50 km/h-Grenze keine Gültigkeit mehr zu haben.“ Müller schlägt einen stationären Blitzer vor. Im Übrigen ist er der Meinung, dass etwa die Stadt Friedrichsthal und die Gemeinde Quierschied im bürgerlichen Interesse den Rasern viel stärker auf die Eisen gehen als die Landeshauptstadt.

Wir haben die Stadt hinsichtlich der Beschwerde aus Dudweiler kontaktiert. Thomas Blug von der Stadtpressestelle teilt mit, dass das Ordnungsamt unserem Leser zeitnah geantwortet habe. Eine Kopie des Schriftwechsels sei auch der zuständigen Polizeidienststelle zugegangen, „diese prüft in eigener Zuständigkeit gegebenenfalls Maßnahmen über die der Stadt möglichen hinaus“.

Im Jahr 2018 habe die städtische Verkehrsüberwachung bei mehreren Messungen in der Straße „Am neuhauser Weg“ insgesamt 1245 Fahrzeuge erfasst. In 165 Fällen sei eine Ordnungswidrigkeit festgestellt worden. Bei der überwiegenden Mehrheit habe man ein Verwarngeld erhoben, weil die Autofahrer weniger als 20 Kilometer pro Stunde zu schnell unterwegs gewesen seien. Blug erklärt abschließend: „Bei der Straßenverkehrsstelle liegen aktuell keine weiteren Beschwerden vor. Derzeit ist nicht geplant, am Neuhauser Weg einen stationären Blitzer einzurichten. Die städtische Verkehrsüberwachung wird auch weiterhin den Neuhauser Weg im Blick behalten und weitere Kontrollen durchführen.“