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Wenn der Umzug naht
Ein besonderer Service der Landeshauptstadt

Wer umzieht, kann solche Schilder bestellen, um vor dem neuen Zuhause  ungehindert parken zu können.
Wer umzieht, kann solche Schilder bestellen, um vor dem neuen Zuhause  ungehindert parken zu können. FOTO: Thomas Seeber /
Saarbrücken/Dudweiler. Gegen Gebühr kann man sich beim Umzug vor dem neuen Zuhause einen Platz freihalten. Und Halteverbotsschilder aufstellen.

In Dudweiler-Süd sind wir dieser Tage quasi  drüber gestolpert. Über zwei Halteverbotsschilder, die wegen eines Umzugs auf dem Bürgersteig postiert  waren und auf den bevorstehenden Termin auch deutlich hinwiesen. Wir haben nachgefragt bei der Landeshauptstadt Saarbrücken. Gerhard Darm, Leiter der Straßenverkehrsbehörde, ist mit der Materie bestens vertraut. Der städtische Service ist nicht neu, sagt er, es gebe ihn seit dem Jahr 1992. Täglich erreichten sein Amt viele solcher Anträge. Beantragen kann man demnach die Erlaubnis, eine Halteverbotszone einzurichten. Gleichzeitig erhält man die Erlaubnis, diese Halteverbotszone selbst zu nutzen. Dort darf also das Umzugsfahrzeug stehen. Die Ausnahmegenehmigung muss im Original während der Ladetätigkeit gut sichtbar an der Innenseite der Windschutzscheibe befestigt sein.


Die behördliche Genehmigung für einen Tag kostet 15 Euro. Und wo kriegt man die Verkehrsschilder her? Da gibt es einige Verkehrssicherungs-Unternehmen, die die Schilder verleihen und auf Wunsch die behördlich angeordneten Halteverbotszonen vor dem Umzug auch einrichten, wie Gerhard Darm erklärt. Er zeigt uns eine Liste mit Firmen, an die man sich mit seinem Anliegen wenden kann.  Bei zwei Saarbrücker Unternehmen haben wir nachgefragt, wie hoch die Kosten sind. Eine Firma verlangt 50 Euro bei Selbstabholung, 100 Euro kostet derweil der Bring- und Abhol-Service. Die andere Firma nimmt 60 Euro bei Selbstabholung und 80 Euro für den Bring- und Abhol-Service.

In jeder größeren Stadt, erklärt der Chef der Straßenverkehrsbehörde, könne man eine Halteverbotszone im Falle eines Umzugs  beantragen. Drei Werktage vor dem Umzugstermin seien in der Landeshauptstadt Saarbrücken die Schilder aufzustellen.  Die „absolute Ausnahme“ sei es übrigens, dass jemand sein Auto nicht wegfährt.



Ansonsten gelte „Gnade vor Recht“ in dem besonderen Fall, dass jemand sein Fahrzeug  gar nicht aus der Verbotszone entfernen kann, weil er etwa in Urlaub oder im Krankenhaus weilt.

Kontakt: Tel. (0681) 905-0.

Gerhard Darm, Leiter der 
Straßenverkehrsbehörde
Gerhard Darm, Leiter der Straßenverkehrsbehörde FOTO: Michèle Hartmann