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Leserbriefe
Hilfe muss auch gewollt sein Obdachlose Liebe Frau Dietzen, gut gemeint ist nicht immer gut gemacht. Hilfe war es ganz gewiss, wenn Sie Geld geben und Kaffee verteilen. Wenn der Kaffee alle ist, fängt das Elend von vorne an. Das Problem wird auch dann nicht gelöst, wenn Sie leerstehende Häuser öffnen. Auch in leerstehenden Häusern sollten Regularien eingehalten werden, die das Zusammenleben erleichtern. Diese einfachen Regeln einzuhalten sind einige nicht gewillt, oder sie sehen sich außerstande. Sie ziehen die Straße vor. Es ist also nicht immer die verhasste Bürokratie, sondern obdachlose Menschen gehen lieber die Gefahr ein zu erfrieren, als gesellschaftlichen Gepflogenheiten zu entsprechen. Hilfe kann nur effizient sein, wenn sie von Betroffenen gewollt und angenommen wird. Volker Kalski, Saarbrücken Zahlen dann auch Radfahrer Steuern? Verkehrsplanung Der Stadtrat in Saarbrücken macht mit aller Macht die Landeshauptstadt kaputt. Die Wilhelm-Heinrich-Brücke soll nur noch mit zwei Fahrspuren für Autos umgebaut werden. Und dann sollen zwei Fahrspuren für Fahrräder entstehen. Auf welche Ideen kommen die Oberhäupter denn noch? Und für solche Ideen wird unendlich viel Geld, Steuergeld, in die Hand genommen. Zahlen die Fahrradfahrer dann auch Steuern wie wir Autofahrer? Wir haben in Saarbrücken viel mehr Baustellen, die viel wichtiger sind. Aber dort will man den Bürgern das Geld aus der Tasche ziehen. Die Bürger sollen für Fehlplanungen und Versäumnisse der Stadt bezahlen. Im normalen Arbeitsleben wird den Arbeitnehmern gekündigt. Und unsere Oberhäupter bekommen dafür noch viel Geld, wiederum aus Steuern von den Bürgern. Für das Tempolimit in der Lebacher Straße soll es keine Beschwerden geben? Klar, weil unsere Oberhäupter keine Ohren für die Bürger haben. Ich bin letzte Woche jeden Tag mehrmals die Lebacher Straße zu unterschiedlichen Zeiten gefahren. Immer musste ich zwischen fünf- und siebenmal an roten Ampeln stehen bleiben. Wo wird hier der Lärm reduziert? Im Gegenteil. Mehr Lärm und dazu noch deutlich mehr Abgase für die Anwohner und den Unmut der Autofahrer. Meine Damen und Herren im Stadtrat, wachet endlich auf und fordert nicht noch eine verkehrsberuhigte Zone um das Saarbrücker Rathaus, damit ihr noch weniger bei der Anwesenheit gestört wird. Lothar Kuntz, Bischmisheim Radfahr-Gebühr brächte Milliarden Brückenumbau für Radfahrer Ich kann noch den ADFC verstehen, dass er alles für seine Mitglieder rausholen will. Aber warum die SPD sich dafür ausspricht, einen beidseitigen Fahrradstreifen auf der Wilhelm-Heinrich-Brücke anzulegen und dazu die Fahrradfahrer auf dem Trottoir fahren zu lassen, da muss man an der Partei zweifeln. Unnötig Geld auszugeben, wenn das alte System weiterlaufen soll, nennt man Verschwendung. Lieber sollten mal folgende Forderungen kommen: Helm-, Warnwesten- und Lichtpflicht für alle Radfahrer, gesetzlich verankert, inklusive Strafen. Und da die Fahrradfahrer immer nur fordern, sollen sie ihre Forderungen auch bezahlen. Wenn jeder eine Gebühr von 100 Euro pro Jahr zahlte, hätten wir in Deutschland Einnahmen von 7,5 Millarden Euro bei zirka 75 Millionen Fahrradfahrern. Luigi Gei, Saarbrücken Unsinnig breites Einfahrtstor Geplante Brücken-Radwege Es ist beunruhigend, wie lange manch ein Kommunalpolitiker an überholter Stadtplanung krampfhaft festhält. In allen deutschen Städten gehören Auto und Rad nebeneinander zur zeitgemäßen Verkehrsplanung, und in Saarbrücken hält die CDU an den scheinbar letzten 200 Metern dem Auto vorbehaltenen Straßenplanung fest. Es ist unsinnig, die Wilhelm-Heinrich-Brücke als Einfahrtstor breit zu belassen, wenn heute bereits 200 Meter weiter die Straßenführung beengt fortgesetzt wird. Vernünftig ist es, den mehrspurigen Zustand für einen Radweg zu öffnen, um die vor und hinter der Brücke unterbrochenen Radwege schlüssig zu verbinden. Das Ausweichen der Radler auf den Bürgersteig sollte nur übergangsweise erfolgen, da ein Radweg geordnet auf Fahrbahnniveau gehört. Dies stellt für Radfahrer kein höheres Risiko als bei jedem heutigen Radweg am Straßenrand dar. Kreuzungen mit integrierten Radwegen sind etabliert und gehören zu einem funktionierenden Verkehr. Liebe CDU-Fraktion, fassen Sie sich ein Herz, und unterstützen Sie eine moderne Verkehrsplanung. Markus Ott, Saarbrücken

Das als Flüchtlingsunterkunft vorgesehene ehemalige Bergarbeiterheim der RAG im Gewerbegebiet Hirschbach steht leer.
Das als Flüchtlingsunterkunft vorgesehene ehemalige Bergarbeiterheim der RAG im Gewerbegebiet Hirschbach steht leer. FOTO: BeckerBredel