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Wenn der Nikolaus im Schlauchboot kommt

Wenn der Nikolaus im Schlauchboot kommt

Dudweiler. Alle Jahre wieder füllt sich das Dudobad am 6. Dezember nicht nur zum Montagstraining der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). "Wir trainieren montags normalerweise zwei Stunden mit unseren elf Gruppen", erklärte Thomas Joachim, technischer Leiter der DLRG

Dudweiler. Alle Jahre wieder füllt sich das Dudobad am 6. Dezember nicht nur zum Montagstraining der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG). "Wir trainieren montags normalerweise zwei Stunden mit unseren elf Gruppen", erklärte Thomas Joachim, technischer Leiter der DLRG. Aber an diesem Tag sollten die Kinder ihren Eltern mal zeigen, was sie so in den letzten Monaten gelernt haben.Mit dabei erstmals die 50 Kinder starke Anfängergruppe, die sonst im Becken der Albert-Schweitzer-Schule trainiert. "Heute sind ausnahmsweise die Eltern dabei, denn der Nikolaus kommt in der zweiten Trainingsstunde zu uns", fügte der 25-jährige hinzu. Und dann war es soweit für die rund 200 Personen im Dudobad: Lichter aus, den Boden des Beckens auf 1,25 Meter angehoben. "Das sieht gleich so feierlich aus, das ist ganz toll", kommentierte Manfred Paul bewegt, ehemaliger Vorsitzender und seit 53 Jahren bei der DLRG Dudweiler. "Gleich sieht man die Kerzen besser", kündigte der 67-Jährige an. 1974 habe das jährliche Nikolausschwimmen des Vereins erstmals stattgefunden, damals noch im Schwimmbecken der Albert-Schweitzer-Schule.

"Unser DLRG-Urgestein Rudolf Lofi hat seinerzeit diese schöne Sache eingeführt", erinnerte Paul an den Gründer der DLRG Dudweiler. Bei Notbeleuchtung und kerzenumsäumtem Schwimmbecken, wurde das Schlauchboot mit dem Nikolaus zu Wasser gelassen. "Unser Beisitzer Arno Didier steckt schon seit über 30 Jahren im Nikolauskostüm", bemerkte Hans Joachim Gottfreund, 1. Vorsitzender der DLRG Dudweiler, während sich der schwimmende Festzug im Becken aufbaute.

Gezogen von einem Taucher, umrahmt von der Aquajogging-Gruppe, die sich als Rentiere gehörnt hatten, glitt das schwimmende Nikolausgefährt zu den Klängen von "Niklaus war ein guter Mann" durch das 50-Meter-Becken. Im Gefolge die kleinen Lichtschwimmer, die mit ihrem Schwimmbrett mit Kerzenbecher darauf, nacheinander vom Beckenrand losschwammen und sich der Prozession anschlossen.

"Die Kerzenschwimmer waren ganz schön aufgeregt", erläuterte deren Trainer Thomas Joachim. "Denn man glaubt es nicht, aber die Kinder brauchen ganz schön Kondition. Mit Brett zu schwimmen, ist ganz schön anstrengend", lobte Joachim. Für den 9-jährigen Philipp Seger aus Dudweiler hatte der Tag noch eine Besonderheit: "Heute vor genau einem Jahr hab' ich mein Seepferdchen gemacht", erinnerte sich der angehende Rettungsschwimmer und biss in seinen Weckmann von Nikolaus Arno. Philipps Mama Dagmar Pohl-Seger war übrigens eine der Rentier-Damen. ane