Verkehrsverein Dudweiler und Pro Dorf werben gemeinsam für Stadtteil

Stadtteilmarketing : Teamgeist lässt Dudweiler aufblühen

Verkehrsverein und der Zusammenschluss „Pro Dorf“ bereiten für Mitte April den Frühlingsmarkt im Stadtbezirk vor.

Dudweiler hat so einiges zu bieten – nur nicht mehr das Wort „Dudweiler“. Jemand hat den Namen des Stadtteils aus einem der grasgrünen Banner herausgeschnitten, die seit einigen Wochen in dem Stadtbezirk aushängen und eben auf die Vielfalt vor Ort hinweisen sollen. Ralf-Peter Fritz erzählt diese Anekdote um Sachbeschädigung und Diebstahl mit einem leisen Lächeln und etwas Stolz – schließlich liegt da wohl jemandem sehr viel an Dudweiler. Fritz ist der Präsident des Verkehrsvereins (VVD). Dieser initiierte besagte Banner-Aktion gemeinsam mit Pro Dorf, dem Zusammenschluss der Händler und Gewerbetreibenden.

Die verstärkte Zusammenarbeit der beiden Vereine läuft seit rund einem Jahr. Zeit also für ein erstes Resümee – und das fällt aus Sicht des Präsidenten äußert positiv aus. So haben die Mitglieder der beiden Anschieber im Ortsleben im vergangenen Jahr einiges erreicht. Neben der Produktion der Banner engagierte man sich beispielsweise Mitte Juli bei einer Reinigungsaktion, die quer durch die Fußgängerzone führte. Eine erste Baumpatenschaft, ebenfalls in der Einkaufszone, hat ein Händler übernommen. Zudem unterstützt man sich gegenseitig bei den großen Festen Weihnachtsmarkt (federführende Organisation: VVD) und Lichtblicke (Pro Dorf).

„Es gibt aber noch einige Dinge, die wir nachschieben können“, sagt Ralf-Peter Fritz selbstkritisch. Dem Weihnachtsmarkt etwa fehle es an „Aktualität und Attraktivität“. In der Kritik stehe etwa, dass die Händler gerne vom Laufverkehr auf dem Marktplatz profitieren würden und nicht, wie bislang, entlang der Saarbrücker Straße stehen. Doch auf dem Markt möchten sich natürlich auch die Vereine präsentieren, die „den Ort das ganze Jahr über tragen“, wie Fritz sagt. Alternativ könnte eine Aufstellung des Weihnachtsmarktes am Ausgang der Dudo-Galerie Richtung Anger stehen. Weitere diskutierte Plätze sind bei der Kirchengemeinschaft in der Kirchstraße und im Stadtpark.

Bereits für Anfang Februar ist eine neue Reinigungsaktion im Gespräch, diesmal am Anger, wo ja in den nächsten Jahren Wohnungen entstehen sollen. Dies sei auch im Hinblick auf die Ansiedlung des Helmholtz-Zentrums wichtig. „Das ist eine Chance für Dudweiler“, bringt es der Präsident auf den Punkt. Auch weitere Baumpaten werden gesucht. Dabei geht es ganz einfach und ohne großen finanziellen Aufwand darum, dass sich Bürger oder Händler melden können, die Interesse daran haben, sich um die Pflege eines Baumes in der Innenstadt und die Pflanzen drumherum zu kümmern.

Was Ralf-Peter Fritz wurmt, ist, dass Dudweiler nicht den besten Ruf hat – was durchaus auch an den eigenen Bürgern liegt. Dem möchte er gern als neuer Bezirksbürgermeister entgegentreten. Denn Fritz, bereits Vorsitzender der CDU-Fraktion im Bezirksrat, ist designierter Kandidat für seine Partei. Wichtig ist es dem VVD-Präsidenten jedenfalls, alle Ämter überparteilich mit Leben zu erfüllen. So, wie es jetzt bereits die Zusammenarbeit zwischen VVD und Pro Dorf signalisiere. Denn wenn andere mit ihrem schlechtem Reden über den Stadtbezirk nicht die aus seiner Sicht vielen Vorteile von Dudweiler nach außen tragen – „dann müssen wir es eben tun“.

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