Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, Alkohol und Stress

Unter dem Titel „Menschen im Saarland sind kränker als anderswo – was läuft falsch?“ referiert Dr. Ulrich Warnke heute Abend im Bürgerhaus Dudweiler. SZ-Mitarbeiter Dennis Langenstein sprach mit dem Naturwissenschaftler, der Biologie und Physik, Geografie und Pädagogik studierte, vorab kurz über das Thema.

Hat die im Vergleich zu anderen westdeutschen Bundesländern recht hohe Sterbe- und Krankheitsrate im Saarland etwas mit der Altersstruktur der Bevölkerung zu tun?

Ulrich Warnke: Die Altersstruktur ist einer der Gründe, aber auch die Bildungsstruktur im Saarland spielt eine Rolle. Hier leben im Vergleich zum übrigen westdeutschen Bundesgebiet viele Angestellte und Arbeiter.

In den ostdeutschen Bundesländern sind die Krankheits- und Sterbefälle ähnlich hoch. Sind hier viele Gemeinsamkeiten festzustellen?

Warnke: Vermutlich ja, explizit ist das noch nicht untersucht worden. Jedoch herrscht eine ähnliche Bildungsstruktur. Und die Tatsache, dass beide Geschlechter gleich oft krank werden zeigt, dass keine selektive Ursache zu suchen ist.

Können auch saarländische Spezialitäten wie der Lyoner eine Rolle spielen?

Warnke: Falsche Ernährung ist ebenfalls eine Ursache. Beispielsweise ist der Phosphatgehalt in Fleisch hoch, was bei zu viel Fleischgenuss die Gesundheit negativ beeinflusst. Hinzu kommen der Stress, häufige Unzufriedenheit am Arbeitsplatz, ein zu hoher Alkoholkonsum und zu wenig Bewegung.

Beginn des Vortrages ist heute 19 Uhr im Bürgerhaus Dudweiler . Die Gebühr von 5 Euro (inkl. Skript) ist an der Abendkasse zu zahlen. Eine Anmeldung ist (Kurs Nr. 8913) erforderlich. Informationen und Anmeldung bei der VHS Dudweiler unter Tel. (0 68 97) 76 58 66; E-Mail: vhs-dudweiler@t-online.de

vhs-saarbruecken.de

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