Und wieder ist der Anschluss weg

Dudweiler. Am vergangenen Sonntag hat sich unsere Leser-Reporterin Heidi Dom aus Dudweiler gleich zweimal über das Unternehmen Saarbahn&Bus aufgeregt. Das Ärgernis begann mit dem Busanschluss am Dudoplatz in Dudweiler: "Seit der Linienumstellung kriege ich sonntags nie pünktlich den Anschluss nach Saarbrücken", beklagt die 62-Jährige

Dudweiler. Am vergangenen Sonntag hat sich unsere Leser-Reporterin Heidi Dom aus Dudweiler gleich zweimal über das Unternehmen Saarbahn&Bus aufgeregt. Das Ärgernis begann mit dem Busanschluss am Dudoplatz in Dudweiler: "Seit der Linienumstellung kriege ich sonntags nie pünktlich den Anschluss nach Saarbrücken", beklagt die 62-Jährige. Die Dudweilerin fährt seit zehn Jahren die gleiche Strecke. Mit der Linie 132 muss sie von der Sandstraße zum Dudoplatz. Dort wartet sie oft vergebens auf den Anschluss zur Linie 103 oder 101. "Die 132 hat oft Verspätung. Meinen sie, da krieg ich noch den Bus nach Saarbrücken? Der ist immer weg. Warten sie mal sonntags auf den nächsten Bus!", sagt Heidi Dom. Christa Horn, Pressesprecherin von Saarbahn&Bus erklärt: "Zunächst war mal die Linienumstellung 2006 nötig, um die erweiterte Infrastruktur abzudecken." Schon seit über 20 Jahren habe sich nichts an den Strecken geändert, man müsse jetzt auch neue Gebiete anfahren. "Wir sind außerdem dabei, den Grund für die Verspätung von Linie 132 zu recherchieren", fügt Rüdiger Haupt an, Sachberater des Servicetelefons, der selbst auch Busfahrer ist. "Wir kennen solche Verspätungen von der Innenstadt, etwa am Römerkastell wegen der Großbaustelle. Unsere Kunden haben in solchen Fällen die Möglichkeit, den Fahrer des sich verspätenden Busses anzusprechen. Über Funk kann dieser dann den Anschlusswagen aufhalten. Der wartet dann auf Frau Dom oder andere Kunden, die den Anschluss brauchen. Sonntags können wir das gut einrichten, aber auch werktags ist das kein Problem", klärt Haupt auf. Ein Problem für Leser-Reporterin Heidi Dom war allerdings das Verhalten eines Busfahrers am gleichen Sonntag. "Der Mann hat eine gehbehinderte, über 80-jährige Frau aus dem Bus geworfen", berichtet Dom. Die Dame sei in den fahrerlosen Bus eingestiegen, nachdem sie sich beim Fahrer vergewissert habe, dass es gleich losgehe. "Der Fahrer war kurz verschwunden und wunderte sich dann, dass die Frau schon Platz genommen hat. Daraufhin hat er sie rausgeworfen, um sie nach fünf Minuten wieder hineinzudiktieren", gibt die Leser-Reporterin an. Sachberater Rüdiger Haupt ist der Vorfall bekannt: "Der Busfahrer wurde bereits von unserer Seite kritisiert. Das Einlassen von Fahrgästen ist zunächst verboten, wenn kein Fahrer anwesend ist. Da hat unser Busfahrer schon Recht. Ebenso verkehrt ist es allerdings, bei Abwesenheit des Fahrers die Türen offen zu lassen. In diesem Fall hätte man die Dame zwar aufklären, aber in Ruhe sitzen lassen müssen. Dennoch darf man bei 40000 Fahrgästen am Tag, den langen Arbeitstagen unserer Mitarbeiter, dem Kontakt mit den unterschiedlichsten Menschen und der Verantwortung im Straßenverkehr nicht vergessen, dass Busfahrer auch nur Menschen sind", sagt er. aneDen Tipp für diesen Artikel bekamen wir von unserer Leser-Reporterin Heidi Dom aus Dudweiler. Sie haben auch Spannendes zu erzählen und sogar Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns alles als Leser-Reporter: per SMS/Fax, MMS mit Foto an Telefon (0681) 5959800, Mails an leser-reporter@sol.de