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Erst der Pokal, dann der Oberliga-Start
Für die Kaltnaggischer scheint alles möglich

Kapitän Jan Brinkmann (rechts) war mit seiner Mannschaft vom TuS Herrensohr wie hier im Heimspiel gegen Vizemeister ASC Theresianum Mainz II nur schwer zu bremsen. Die Herrensohrer belegten in der vergangenen Saison den dritten Tabellenplatz.
Kapitän Jan Brinkmann (rechts) war mit seiner Mannschaft vom TuS Herrensohr wie hier im Heimspiel gegen Vizemeister ASC Theresianum Mainz II nur schwer zu bremsen. Die Herrensohrer belegten in der vergangenen Saison den dritten Tabellenplatz. FOTO: Thomas Wieck
Herrensohr. In der Basketball-Oberliga geht es wieder los: Für den TuS Herrensohr steht aber erst einmal der Saarlandpokal auf dem Programm. Von David Benedyczuk

Platz fünf im ersten Jahr in der Basketball-Oberliga. Rang drei in der vergangenen Saison: Geht es nach dem Trend, wäre für den TuS Herrensohr die Meisterschaft an der Reihe. Aus Sicht von Kapitän Jan Brinkmann wäre das etwas vermessen. „Ich würde nicht soweit gehen, dass wir Aufstiegsambitionen haben“, sagt er. Brinkmann betont jedoch auf der anderen Seite: „Wir wollen natürlich nicht schlechter abschneiden.“ Und insgesamt sei „eigentlich alles möglich. Unser großer Vorteil gegenüber anderen Mannschaften ist sicher die Eingespieltheit. Das Team ist zusammengeblieben“. Bis auf Dominik Schneider, der künftig in der Landesliga-Mannschaft des TuS spielt, die nun von Oberliga-Spieler Hamza Alshawa trainiert wird. Dass mit Schneider ein reboundstarker Spieler weg ist, „sehe ich nicht problematisch, weil wir den Luxus haben, unter dem Korb gut besetzt zu sein“, erklärt Brinkmann.


Während die Konkurrenz an diesem Wochenende in die Oberliga-Saison startet, müssen sich die Kaltnaggischer, wie die Herrensohrer im Volksmund heißen, noch eine Woche gedulden. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt hat am ersten Spieltag spielfrei, weil die Klasse nach dem kollektiven Aufstiegsverzicht der saarländischen Landesligisten und dem Oberliga-Rückzug des TuS Treis-Karden nur aus elf Vereinen besteht. Somit erfolgt der Auftakt am Sonntag, 22. September, mit dem Heimspiel um 17 Uhr im Sportzentrum Dudweiler gegen die TVG Baskets Trier.

Bereits am heutigen Donnerstag, 13. September, um 20 Uhr empfängt der TuS Herrensohr in der ersten Runde des Saarlandpokals den Landesligisten TV Kleinblittersdorf. „Das ist ein besonderes Spiel für uns. Kleinblittersdorf war zu Landesliga-Zeiten immer ein Hauptrivale. Letzte Saison haben wir ja auch schon im Pokal gegen den TV gespielt“, sagt Brinkmann. Im März gewann der TuS im Halbfinale mit 87:48. Zwei Tage später verloren die Herrensohrer das Finale in der Ludweiler Warndthalle gegen Erst-Regionalligist Saarlouis Sunkings mit 81:90. Das Halbfinale sei auch diesmal das Minimalziel, sagt Brinkmann. Wird der TuS seiner Favoritenrolle am Donnerstag gerechtet, würde er im Januar auf Bezirksligist TV Nalbach treffen.



Deutlich höhere Hürden müssen Basketball-Vereine im Saarland überwinden, um im Jugendbereich einen geregelten Spielbetrieb auf die Beine stellen zu können. Im Kampf um die wenigen Talente setzt der TuS Herrensohr auf das Projekt „Gemeinsam am Ball bleiben“. Das Jugendkonzept, entwickelt von Basketball-Abteilungsleiter Moritz Winckel, dem neuen Jugendkoordinator Edgar Schwarz und Herren-Trainer Schmidt, stützt sich auf drei Säulen: Trainingsangebot mit einheitlicher Struktur für alle Altersklassen ab fünf Jahren, Kooperationen mit Schulen – zum Beispiel mit der Grundschule Herrensohr und dem Otto-Hahn-Gymnasium Saarbrücken – und Stärkung des Mannschaftsgeists.