Teurer Umbau der Grundschule

Rund zwei Millionen Euro investiert das Gebäudemanagement Saarbrücken für den Umbau der Grundschule Scheidt in den kommenden Jahren. Auch nach Dudweiler fließt Geld.

Zur größten Investition des Gebäudemanagements Saarbrücken (GMS), einem stadteigenen Betrieb, gehört im neuen Jahr im Stadtbezirk der Umbau der Grundschule Scheidt zur gebundenen Ganztagsschule, wie dem Wirtschaftsplan zu entnehmen ist, der kürzlich im Bezirksrat Dudweiler vorgestellt wurde. 1, 676 Millionen Euro wurden hierfür im Jahr 2016 eingestellt, knapp 840 000 Euro sollen 2017 folgen. Daneben soll eine stattliche Summe in die Erneuerung und Umgestaltung der Außenanlage des Bauhofs fließen, immerhin 350 000 Euro sieht der Maßnahmenplan vor. Für kurzfristige Umbaumaßnahmen an Schulen stehen in diesem Jahr 100 000 Euro bereit. Daneben sollen einige der Lehranstalten noch mit einem Sonnenschutz ausgestattet werden (200 000 Euro). Fassaden verschiedener Gebäude sollen mit einer speziellen Versiegelung vor Graffiti geschützt werden (50 000 Euro), und die Freiwillige Feuerwehr soll eine voll-mechanische Schrankenanlage bekommen (10 000 Euro).

Im Bezirksrat kritisch hinterfragt wurde allerdings der Einbau eines fest installierten Beamers im großen Saal des Bürgerhauses. 22 000 Euro stehen hier auf dem Plan. Saarbrückens Pressesprecher Thomas Blug erklärte auf Nachfrage der Saarbrücker Zeitung, dass es sich nicht um ein Beamgerät aus der Serie Raumschiff Enterprise handle, sondern tatsächlich um einen Projektor. Allerdings sei die Maßnahme zwischenzeitlich aufgrund der Kosten gestoppt worden.

Daneben wurden einige Vereine mit Zuschüssen bedacht, die zuvor entsprechende Anträge gestellt hatten. Für die Rückerstattung städtischer Gebühren standen dem Bezirksrat 5000 Euro zur Verfügung, weitere 5650 Euro, um die Vereine bei ihren sonstigen Kosten zu unterstützen. Die Zuschüsse wurden vom Rat jeweils einstimmig genehmigt, nur bei zwei Vereinen enthielt sich Mirko Welsch von der Alternative für Deutschland (AfD).

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