,,Stundenlange Brumm-Attacken“

Über Krach, der von unternehmerischen Aktivitäten auf dem Gelände des Dudweiler Güterbahnhofs herrühre, beschwert sich ein Ehepaar. Die Polizei erklärt, sie habe bisher keine Ruhestörungen feststellen können.

Monika und Ronald Schmitt aus Dudweiler beschwerten sich über Lärm durch Dieselkühlaggregate und haben sich daher an die Saarbrücker Zeitung gewandt. Die Aggregate stehen auf dem ehemaligen Güterbahnhof. Dort hat sich die Firma Amalia Blumen Saarland ein Lager angemietet. "Mit den brummenden Dieselkühlaggregaten werden die angrenzenden Anwohner terrorisiert. Es scheint kein Sonn- und Feiertagsverbot zu existieren. Die Brumm-Attacken beginnen mit Ankunft der Fahrzeuge und dauern stundenlang", schreiben die beiden Leser-Reporter unserer Zeitung. Sowohl an die Landespolizei als auch an die Bundespolizei hätten sie sich bereits gewandt, doch ohne den gewünschten Erfolg.

Heinrich Williams von der Firma Amalia erklärt: "Wir haben uns ein Lager im Gewerbegebiet gemietet und stellen die Aggregate schon weg, da wir den Ärger der Nachbarn kennen. Den größten Teil des Tages sind wir mit unseren Fahrzeugen unterwegs. Die Aggregate laufen abends etwa eine Stunde." Man würde darauf achten, die Nachtruhe einzuhalten. Williams weiter: "Nachts ist es nie laut."

Auch Christian Karlowatz von der Sulzbacher Polizei-Inspektion kennt das Problem: "Wir hatten drei Einsätze in den vergangenen zwei Monaten. Doch beim Eintreffen der Beamten lag keine Ruhestörung vor." Im Übrigen erklärt der Polizeibeamte, dass eine Ruhestörung nicht zwingend an eine Uhrzeit gebunden sei, auch vor 22 Uhr könnte eine solche vorliegen. Karlowatz: "Es hängt nicht immer an der Uhrzeit, allerdings gilt es eine Reihe von Dingen zu prüfen. Unter anderem: Wo steht der Lkw? Wie laut sind die Aggregate? Und wie viele Beschwerden liegen vor?"

Auch die Deutsche Bahn kennt mittlerweile die Probleme. "Wir haben uns mit Familie Schmitt in Verbindung gesetzt. Unser Mieter hat einen Teil des Geländes ohne unser Wissen an die Firma Amalia untervermietet. Wir prüfen derzeit die Verträge", erklärt eine Pressesprecherin der Bahn.

Den Hinweis für diesen Artikel bekamen wir von Monika und Ronald Schmitt aus dem Stadtbezirk Dudweiler. Für Sprachnachrichten aufs Band nutzen Sie bitte die Telefonnummer (06 81) 5 95 98 00, oder schicken Sie alles an unsere E-Mail-Adresse: leser-reporter@sol.de oder unser Onlineformular unter www.saarbruecker-zeitung.de/leserreporter