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Stadtverwaltung Saarbrücken verärgert über Schließungspläne der cts

Krankenhaus in Dudweiler : Stadtverwaltung Saarbrücken verärgert über Schließungspläne der Caritas-Trägergesellschaft

Die Saarbrücker Stadtverwaltung hat verärgert auf die Ankündigung der Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken (cts) reagiert, das Krankenhaus in Dudweiler 2025 zu schließen und parallel dazu das Caritas-Krankenhaus auf dem Rastpfuhl zu erweitern.

„Von den Plänen der Caritas wurden wir überrascht, sind gestern sehr kurzfristig informiert worden“, sagt der zuständige Sozial- und Wirtschaftsdezernent Tobias Raab (FDP) auf SZ-Anfrage. Die angekündigte Schließung wäre „für Dudweiler ein herber Schlag“, sagt Raab, der selbst aus diesem Stadtbezirk kommt. Die Ankündigung der cts habe „im Stadtteil zu großer Verunsicherung geführt“. Raab macht aus seinem Ärger keinen Hehl. Er sagt: „Für das Vorpreschen der Caritas bei diesem sensiblen Thema habe ich kein Verständnis. Auf die Verlässlichkeit der Caritas wirft dieses Vorgehen kein gutes Bild.“

 Tobias Raab von der FDP
Tobias Raab von der FDP Foto: BeckerBredel

Irritiert ist die Stadtverwaltung nicht nur wegen der Schließung. Auch die geplante Erweiterung auf dem Rastpfuhl verwundert Raab. „Wir haben als Landeshauptstadt noch viele Fragen. Wir wissen nicht, wie die Erweiterungspläne am Rastpfuhl konkret aussehen sollen. Daher können wir derzeit auch nicht beurteilen, ob diese baurechtlich überhaupt umsetzbar sind. Wir erwarten von den Verantwortlichen der Caritas, dass sie zeitnah in den Dialog mit den Bürgern in Dudweiler und allen Akteuren eintritt. Wir erwarten zudem, dass die Caritas ihrer Verantwortung für die Gesundheitsversorgung im Stadtteil und gegenüber den Menschen in Dudweiler gerecht wird“, sagt er.