Schrill und bunt, ein Käfig voller Narren

Schrill und bunt, ein Käfig voller Narren

Dudweiler. Es ist Samstag, 18.30 Uhr. Das riesige Festzelt im Dudweiler Stadtpark ist rappelvoll. Die Planen an den Seiten sind hochgezogen. So haben auch alle, die draußen stehen, einen guten Blick auf die Bühne. Rund um das Zelt stehen Tische und Bänke, zusätzliche Bänke werden rangeschleppt. Um die Bierstände stehen die Menschen dicht gedrängt

Dudweiler. Es ist Samstag, 18.30 Uhr. Das riesige Festzelt im Dudweiler Stadtpark ist rappelvoll. Die Planen an den Seiten sind hochgezogen. So haben auch alle, die draußen stehen, einen guten Blick auf die Bühne. Rund um das Zelt stehen Tische und Bänke, zusätzliche Bänke werden rangeschleppt. Um die Bierstände stehen die Menschen dicht gedrängt. Alle warten auf die Travestie-Show von Madame Zsa Zsa. "Die musst du einfach gesehen haben. Die sind absolute spitze. Ich sehe sie jetzt schon das achte Mal. Immer ist die Show anders", sagt ein Gast. Bezirksbürgermeister Walter Rodermann und seine Frau Erika suchen sich ein Plätzchen auf der kleinen Bühne am Teich, hier ist noch was frei. Der zwölfte Auftritt der Travestiekünstler, die in hochhackigen Pumps und atemberaubenden Kostümen, teilweise in waghalsigem Tempo über die Bühne wirbeln, ist mal wieder der absolute Hit beim Park- und Lichterfest im Dudweiler Stadtpark. Knapp drei Stunden dauert das Programm, bietet den Gästen eine perfekt inszenierte Show mit einigen neuen musikalischen Live-Akzenten. Zum 38. Mal organisierte der Männergesangverein Harmonie Dudweiler das größte Fest dieser Art in unserer Region. Vier Tage lockte Sommerwetter die Gäste in Scharen in den Stadtpark. Der 1. Vorsitzende des Chores, Uwe Staub, und seine Kollegen freuten sich über den großen Zuspruch. "Wir sind mit dem Besuch sehr zufrieden", sagte Staub mit Blick ins proppenvolle Festzelt. "Die Leute wollen diese Truppe einfach immer wieder sehen. Also engagieren wir sie", erklärte er. Das Serviceteam der Harmonie - gut zu erkennen an den blauen T-Shirts - hatte alle Hände voll zu tun. Das Orgateam um Steffen Staub und Jörg Meiser hatte alles bestens vorbereitet. Während das viertägige Fest für die 70 Helfer der Harmonie, die jeden Tag im Einsatz waren, Knochenarbeit bedeutete, hieß es für die Gäste: feiern, lachen, plaudern, klatschen, trinken und gut essen. Unter dem Motto "Festauftakt mit Chorgesang" begann die große Freiluftsause. Bei der offiziellen Eröffnung lobte Schirmherr Rudolf Altmeyer die Mitglieder der Harmonie: "Mit diesem Fest sorgt ihr schon seit Jahren immer wieder für unvergessliche Erlebnisse." Mit schwungvollen Melodien beendeten die Musikfreunde Münchwies den ersten Tag. Am Freitag sorgte die Gruppe "Kevin Alamba an the Dynamix" mit einer bunten Mischung aus Latin Jazz und Reggae für ein musikalisches Glanzlicht. Der Samstagnachmittag stand ganz im Zeichen der Kinder. Sie ließen sich schminken oder vom Magier Goethe verzaubern. Schrill und bunt, als ein Käfig voller Narren präsentierte sich am Abend Madame Zsa Zsa. Der letzte Tag des Festes begann mit einem Sängerfrühschoppen. Am Nachmittag unterhielten Chöre und Tanzgruppen die Gäste. Mit bekannten Melodien, gespielt vom Musikzug 1968 Dudweiler, ging gestern Abend das Fest zu Ende.

HintergrundNoch gestern Abend begannen die Mitglieder des Männergesangvereins Harmonie mit dem Abbau. "Wir müssen alle Bänke und Tischen wieder in ihre Boxen packen. Sie werden morgen schon um sechs Uhr abgeholt", erklärte Steffen Staub. Heute Abend ist das Zelt abgebaut, sind die letzten Stände aus dem Stadtpark verschwunden: Das 38. Park- und Lichterfest ist dann schon Geschichte. ll