Vom Kettenhund zum Fotomodell Hunde-Model mit Handicap aus Saarbrücken in nächster Runde bei Foto-Wettbewerb

Saarbrücken · Der kleine Pepe kann noch ganz groß rauskommen. Der kleine Mischlingsrüde aus Dudweiler nimmt an einem Foto-Wettbewerb für behinderte Tiere teil und hat es in die zweite Runde geschafft. Jetzt hat seine Besitzerin allerdings Bedenken.

Das Bild mit Pepe, für das man noch abstimmen kann.

Das Bild mit Pepe, für das man noch abstimmen kann.

Foto: Christina Mehr - Mondpixel

Der erste Schritt ist getan, der zweite soll direkt folgen, doch Lara Sohn hat Bedenken: „Ich fürchte, das wird kaum zu schaffen sein“, sagt die Tierschützerin aus Dudweiler. Die 38-Jährige hat ein Bild ihres querschnittsgelähmten Hundes Pepe bei einem Fotowettbewerb des Unternehmens „Handicapped Pets“ (Haustiere mit Handicap) eingereicht.

Pepe kann es noch in den Kalender schaffen

Damit besteht durch Abstimmung per „Daumen hoch“, also Likes, die Chance, dass der süße und schwarze Mischlingsrüde im kommenden Jahr auf einem Kalender des Unternehmens veröffentlicht wird – und mit seiner guten Laune das Leben von Fremden weltweit bereichert (wir berichteten). Der Schnappschuss zeigt den querschnittgelähmten Pepe, wie er mit Gestell, seinem Rollstuhl, und strahlenden Augen auf die Kamera zurennt. Das Foto entstand bei einem professionellen Shooting im Zweibrücker Rosengarten im Herbst.

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Foto: dpa/Klaus-Dietmar Gabbert

In der ersten Runde des Wettbewerbs erhielt Pepe fast 500 Likes auf der Facebookseite des Unternehmens und schaffte gegen 266 tierische Mitbewerber den Einzug in die nächste Runde. „Die Freude der Menschen über Pepe hat mich sehr glücklich gemacht“, sagt Lara Sohn. Jetzt geht es darum, dass aus den 100 ausgewählten Bildern die populärsten 50 gewählt werden. Noch zählt Pepe mit etwa 190 Likes (Stand 4. September, 16 Uhr) nicht zum ganz großen Favoritenkreis, doch die Frau aus Saarbrücken-Dudweiler sagt:

„Pepe ist ein Charmeur und beherrscht den treuen Hundeblick.“ Mit dem Foto möchte sie nicht nur schöne Motive liefern, sondern auch für Tiere mit Behinderung sensibilisieren. Dass Tiere trotz Handicaps Lebensfreude haben, so wie sie Pepe auf dem Wettbewerbsfoto ausstrahlt, sei für noch nicht genügend Menschen vorstellbar. Dabei weiß Lara Sohn von ihren Gassigängen im Wald und den Reaktionen: „Die meisten Leute, die wir treffen, gehen mit einem Lächeln weiter.“ Die Abstimmung für Pepe in der 2. Runde geht noch bis Montag, 11. September.

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