Ohne Festzelt keine Kirmes

Entgegen der Gerüchte bleibt die Kirmes in Jägersfreude im gewohnten Umfang erhalten. Der OIV hat mit Michael Wolf einen neuen Schankwirt und auch das Konzept der fünftägigen Sause bleibt bestehen.

"Natürlich gibt es in diesem Jahr eine Kirmes und auch wieder ein Festzelt." Mit dieser Antwort zerstreut Markus Schwarz, der Vorsitzende des Ortsinteressensvereins (OIV) Jägersfreude , alle Gerüchte, die derzeit durch den Ort wabern. "Wir haben einen neuen Zeltwirt", stellt er klar.

Es ist der 46-jährige Michael Wolf. Er löst das Wirtepaar Elke und Dirk Hoppstädter ab. Die beiden haben viele Jahre das große Zelt am Ende des Platzes an der St. Johanner Straße betrieben. "Es hat uns immer viel Spaß gemacht. Die Zusammenarbeit mit dem OIV war stets gut. Aber jetzt war es an der Zeit, aufzuhören", erklären die beiden. Sie haben den Kontakt zwischen Michael Wolf und dem OIV vermittelt. "Wir haben uns gleich gut verstanden", sagt Schwarz.

Der 56-jährige Wolf kennt sich aus in dem Metier. Er ist Geschäftsführer einer Firma, die im Eventbereich tätig ist. Unter anderem betreibt Wolf schon viele Jahre für eine Saarbrücker Brauerei ein Zelt auf dem Altstadtfest in Saarbrücken, ist auch beim Merziger Oktoberfest und der Grünen Woche in Lebach vertreten. "Dieses Geschäft macht mir einfach Spaß", erklärt der neue Zeltwirt und betont, dass er sich auf die Zusammenarbeit mit dem jungen Vorstandsteam des OIV freut. Er gesteht: "Das Ganze ist für mich auch eine Herausforderung, die ich gerne angehe."

Die Jägerfreuder Kirmes findet von Freitag bis Dienstag, 24. bis 28. Juli, statt. "Wir bleiben bei unserem Konzept einer fünftägigen Sause mit einem abwechslungsreichen Programm an allen Tagen im Festzelt", sagt Schwarz. Es ist in diesem Jahr die 66. Auflage der Kirmes. "Die Planungen laufen auf Hochtouren", erklärt der OIV-Vorstand. Über das Programm will der Verein noch nichts verraten. "Ich sage nur, dass wieder für jeden Geschmack etwas dabei ist", so Schwarz. Auf jeden Fall dabei sind natürlich die Jägersfreuder Kirwebuwe. An allen Tagen der Kirb sind sie im Einsatz. Dann haben die Männer, die sich für das Volksfest extra Urlaub nehmen, um unbeschwert der Tradition huldigen zu können, ihren Auftritt. Ihr Kirwespruch "Wämm iss die Kirb?", wird wieder überall im Ort zu hören sein. Am Freitag holen sie die Kirb ein, setzen an den Kneipen im Ort die Kirmes-sträuße und am Dienstag begraben sie dann das Volksfest.