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Neues Kinderprinzenpaar in Dudweiler

Neues Kinderprinzenpaar : Bereit für den Rathaussturm

Dudweiler hat ein neues Kinderprinzenpaar: Marek II. und Julia III. freuen sich auf ihre Zeit als königliche Niedlichkeiten.

Der wohl närrischste Stadtteil Saarbrückens hat sein neues Kinderprinzenpaar vorgestellt. Als Prinz Marek II. und Prinzessin Julia III. werden Marek Neo Zimmer und Julia Kohl ab dem 11. November ihre Zepter schwingen und im Sinne der Narretei regieren. Dementsprechend groß ist bereits die Vorfreude der königlichen Niedlichkeiten – als solche bezeichnet der Verband Saarländischer Karnevalsvereine (VSK) die Kinderprinzenpaare – auf die fünfte, die närrische Jahreszeit und deren traditionellen Auftakt. Denn an diesem Tag werden sie im Dudweiler Bürgerhaus vor den Augen des närrischen Volkes inthronisiert.

Marek und Julia – die Regenten werden im Karneval stets zuerst, also vor den Regentinnen genannt – stammen von den Geisekippcher Buwe unn Määde, die in der anstehenden Session an der Reihe sind, das Dudweiler Kinderprinzenpaar zu stellen. Sie folgen auf Mario I. und Angelina I., welche das Kaltnaggischer Gardistencorps (KGC) im Vorjahr auf den Thron gesetzt hat. Eine schöne Zeit, wie die beiden bestätigen: „Wir würden das immer wieder machen.“ Dem Paar wird besonders die Dienstreise nach Berlin in Erinnerung bleiben, wo es zum Staatsempfang der närrischen Niedlichkeiten als Vertreter von der Saar eingeladen war.

Die Faasend liegt den beiden neuen Amtsinhabern im Blut. Julia tanzt bereits seit ihrem vierten Lebensjahr in der Garde, er bildet seit zwei Jahren mit Vivien Cittlau ein Tanzpaar. Beide waren in der Dudweiler Fastnacht bereits mit Garde- und Schautänzen zu sehen. „Während wir Prinzenpaar sind, muss der Gardetanz Pause machen“, sagen die beiden, die aber nach der Regentschaft unbedingt weitermachen wollen. Allerhand Besuche bei zahlreichen Veranstaltungen im ganzen Saarland stehen für die Jung-Tollitäten an. Schon Dudweiler mit seinen sechs Karnevalsvereinen und dem Festkommitée Dudweiler Faasend als siebte närrische Organisation abzudecken, ist eine Mammutaufgabe. Auch für die Eltern Martina und Horst Kohl, Sabine Zimmer und Oma Rosel Zimmer als Fahrdienst.

„Weil wir Dudweiler Vereine im Wechsel das Kinderprinzenpaar stellen, kommt jeder Verein alle sechs Jahre an die Reihe“, sagt Werner Poller, der Vorsitzende der Geisekippcher. „Wir haben unser Kinderprinzenpaar mit einem Aushang gesucht, auf dem sich alle interessierten Kinder eintragen konnten.“ Da die übrigen Bewerber deutlich jünger waren und in sechs Jahren erneut die Möglichkeit einer Kandidatur haben, fiel die Auswahl auf die Teenager. Marek ist 13, Julia 14 Jahre.

Das Paar kennt sich bereits seit Kindergartentagen. Julia: „Wir gingen beide in den Bonifazius-Kindergarten, allerdings in verschiedene Gruppen.“ Ob die Schüler für ihre Unternehmungen als Kinderprinzenpaar ein paar freie Tage extra bekommen, steht noch nicht fest. Die müssten erst beantragt werden, in den meisten Fällen würden die Anträge aus kulturellen Anlässen, und dazu gehört ja auch das Brauchtum Fastnacht, stets bewilligt.

„Besonders freuen wir uns drauf, an den tollen Tagen das Rathaus zu stürmen und dann offiziell in Dudweiler zu regieren“, sagt der angehende Prinz Karneval, Marek Zimmer, keck. „Das wollen wir erst einmal sehen“, erwidert Bezirksbürgermeister Rainer Schwarz (SPD) im Vereinsheim der Geisekippcher, wo das neue Prinzenpaar vorgestellt wurde. Umzingelt von lauter Karnevalisten klingt das aber wie das Pfeifen im Walde – zumal das närrische Volk den Regenten in spe sofort zur Seite springt: Das will das Paar selbstverständlich unterstützen. Und so kann die närrische Zeit für Dudweiler kommen, in drei Wochen ist es soweit.