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Neu beim Herrensohrer Dorffest: Jugendbands rocken die Bühne

Neu beim Herrensohrer Dorffest: Jugendbands rocken die Bühne

Herrensohr. Gestern, kurz vor 12 Uhr: Die drei Jahre alte Melanie hat das kleine Kinderkarussell ganz für sich allein. Dick eingemummelt in eine Jacke, dreht sie ein paar Runden. Nur wenige Schritte oberhalb, unter den Arkaden der Grundschule, sind beim Kinderflohmarkt dieSchnäppchenjäger unterwegs. Der Festplatz füllt sich langsam. Die Leute kommen zum Mittagessen

Herrensohr. Gestern, kurz vor 12 Uhr: Die drei Jahre alte Melanie hat das kleine Kinderkarussell ganz für sich allein. Dick eingemummelt in eine Jacke, dreht sie ein paar Runden. Nur wenige Schritte oberhalb, unter den Arkaden der Grundschule, sind beim Kinderflohmarkt dieSchnäppchenjäger unterwegs. Der Festplatz füllt sich langsam. Die Leute kommen zum Mittagessen. Kaltnaggisch, so heißt Herrensohr im Volksmund, feiert sein 25. Dorffest mit Kirmes. Auf dem Gelände zwischen Grundschule und Kirche stehen die Stände der Herrensohrer Vereine und die Fahrgeschäfte der Schausteller. Für die Fete ist der Ortsinteressenverein (OIV) Herrensohr verantwortlich. Am Stand des OIV hat Kassiererin Bärbel Herrlinger Dienst. "Die ersten beiden Tage waren prima", erzählt sie freudestrahlend. "Da hat auch das Wetter mitgespielt", sagt sie und blickt etwas sorgenvoll auf die dunklen Wolken am Himmel. "Jetzt hoffen wir, dass es nicht so viel regnet. Aber egal, das geplante Programm ziehen wir durch." Am Freitag ging das Volksfest los mit dem ersten Kaltnaggischer Jugendband-Festival. Drei saarländische Jugendbands rockten die Bühne: die Tonabnehmer, Not In The Text und Studiorange. "Die Jugendlichen waren begeistert. Das Ganze könnte zu einer festen Einrichtung beim Dorffest werden", sagt Herrlinger. Am Samstag, gegen 16 Uhr, war die offizielle Eröffnung. Reiner Thielen gab das Kommando, und die Salutmannschaft des Schützenvereins Hubertus Herrensohr schoss das Fest an. Gleich fünf Salven donnerten die Schützen in den Himmel. Zum obligatorischen Fassanstich traten dann der OIV-Vorsitzende Albert Presser und Bezirksbürgermeister Walter Rodermann an. "Wir haben wieder ein abwechslungsreiches und unterhaltsames Programm auf die Beine gestellt. Da ist für jeden etwas dabei", betonte Presser. Er freute sich besonders über die Teilnahme der Soldaten der 1. Kompanie des Luftlandeunterstützungsbataillons Merzig 262 am Jubiläumsdorffest. "Was der OIV hier wieder organisiert hat, ist einfach beeindruckend", stellte Rodermann anerkennend fest. Später bekam er das neue T-Shirt des OIV ("Kaltnaggisch - Weltkulturerbe"). Und wieso Weltkulturerbe? "Weil wir hier so einmalig sind", erläuterte Albert Presser.Höhepunkt am Samstag war der Auftritt der Dudweiler Cover-Band Shat Hippens. Ansonsten gab es viel Bewährtes: Dudweiler Musikgruppen, Chöre und Tanzgruppen traten auf. Am Stand der Dachsbauranch flogen die Hufeisen. Es wurde Skat gespielt und geknobelt. Die Kinder und Jugendlichen tobten sich auf den Karussells, dem Autoscooter oder der Berg- und Talbahn aus. ll