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Närrischer Sprung ins kalte Wasser

Närrischer Sprung ins kalte Wasser

Laura Sträßer und Sandro Truisi geben der Dudweiler Faasend ein niedliches Gesicht. Vor ihrer Ernennung zum Kinderprinzenpaar kannten die beiden sich gar nicht.

So recht wissen sie noch nicht, was sie voneinander halten sollen. Doch Laura Sträßer und Sandro Truisi freuen sich wie Bolle, in den kommenden närrischen Wochen als Prinz Sandro I. und Prinzessin Laura II. als Kinderprinzenpaar in Dudweiler zu regieren. Beides zeigte sich am vorigen Sonntagnachmittag, als die Kulturgemeinschaft Pfaffenkopf das siebte Dudweiler Kinderprinzenpaar aus ihren Reihen und das 46. Kinderprinzenpaar überhaupt vorstellte.

Die beiden Zwölfjährigen lösen damit ihre Vorgänger Serkan und Cassidy vom Dudweiler Carneval-Club ab. Fahrrad fahren als Hobby und Kunst und Musik als liebste Schulfächer verbindet beide schon einmal. Sie ist in jungen Jahren bereits erfahrene Karnevalistin. "Minigarde, Jugendgarde, Juniorengarde - und in der Bütt war ich auch schon", beantwortet sie schon recht routiniert die entsprechende Frage des neugierigen Hofstaats im vollen Nebensaal des Pfaffenkopfer Vereinsheims.

"Ich bin neu im Verein", berichtet er ebenso routiniert. Wie die meisten Altersgenossen kennt er aber die Saarbrücker Faasenacht und mag es, sich zu verkleiden. Beide freuen sich auch über zusätzliche freie Tage von der Schule - das haben sie bereits ausgehandelt. Sandro: "Unsere Leistungen in der Schule sind gut, deswegen gab es da keine Probleme." Zumal die Schulen auch profitieren. Das Prinzenpaar verkauft nämlich während seiner Regentschaft Buttons mit den adeligen Konterfeis, der Erlös geht an die Gemeinschaftsschulen Vopeliuspark und Sulzbachtal, die beide besuchen. Generell ist aber trotz des Extra-Schulfrei mit mehr Stress für die Tollitäten zu rechnen. "Positiver Stress ", wie Thomas Bohn meint, der als Elferratspräsident der Kulturgemeinschaft das Paar vorstellte. "Auch wenn es schwer wird, werden wir versuchen, all eure Veranstaltungen zu besuchen.", so Bohn zu den Vertretern der weiteren Vereine aus dem Stadtteil. 60 Termine sind das über den Daumen gepeilt - und dann gibt es ja auch noch Termine außerhalb. Wie das Treffen sämtlicher saarländischer Niedlichkeiten, zu dem der Landesverband VSK (Verband saarländischer Karnevalsvereine) einlädt. Damit das gelingt, steht eine erfahrene Betreuerin zur Seite. Bohn: "Verena Hartkorn wird das machen."

Einzeln gewählt

Bisher kannten sich die beiden Jung-Regenten nicht. Das zuständige Vereinsgremium hat sie einzeln ausgewählt. Irgendwann dann ein erstes Treffen. "Da hat man mir gesagt: Das ist Dein Prinz", so die zukünftige Laura II.. Als die Frage aus dem Publikum kommt, wie denn der erste Eindruck voneinander sei, schauen sich beide für Sekunden kurz und unsicher in die Augen. "Das wissen wir noch nicht", so die gemeinsame Antwort, ehe sich die überraschende Situation im allgemeinen Lachen auflöst.