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Michlers Verletzung trübt die Siegesfreude beim HSV

Michlers Verletzung trübt die Siegesfreude beim HSV

Merzig. Der HSV Merzig-Hilbringen hat am Samstag seine Siegesserie fortgesetzt und mit dem 24:21 (14:11)-Erfolg bei der FSG Dudweiler-Fischbach seinen Aufwärtstrend bestätigte. Die Mannschaft von Trainer Markus Zeimet kletterte in der Handball-Saarlandliga der Frauen sogar auf Rang vier. Echte Freude über die Ankunft im oberen Tabellendrittel kam bei den Spielerinnen aber nicht auf

Merzig. Der HSV Merzig-Hilbringen hat am Samstag seine Siegesserie fortgesetzt und mit dem 24:21 (14:11)-Erfolg bei der FSG Dudweiler-Fischbach seinen Aufwärtstrend bestätigte. Die Mannschaft von Trainer Markus Zeimet kletterte in der Handball-Saarlandliga der Frauen sogar auf Rang vier. Echte Freude über die Ankunft im oberen Tabellendrittel kam bei den Spielerinnen aber nicht auf. Eine Spielszene Mitte der zweiten Halbzeit trübte die Stimmung: HSV-Torjägerin Lisa Michler hatte sich vor der Abwehr gekonnt in die Luft geschraubt und den Ball hart aufs FSG-Tor gehämmert. Bei der Landung knickte sie unglücklich um. "Lisa hat sofort laut aufgeschrien. Da war klar, dass sie sich böse verletzt hat", erinnert sich Zeimet mit Grauen an die 44. Spielminute.Während Michler auf dem Weg ins Krankenhaus war und dort mit der vorläufigen Diagnose Kreuzbandriss konfrontiert wurde, mussten die geschockten Mitspielerinnen die Partie irgendwie zu Ende bringen. In der Anfangsphase des Spiels hatten die Merzigerinnen die Köpfe noch frei gehabt und vor Energie gesprüht. Wie bei den Heimsiegen gegen Altenkessel (37:16) und Schwarzerden (30:21) machten sie sofort Druck und führten schnell mit 7:2 (11. Minute). Die Abwehr stand sicher, vorne fielen leichte Tore. Alles sah nach einem erneuten Kantersieg aus. "Wir hätten den Sack zumachen können, aber dann haben meine Mädels in Unterzahl mehrere Tore kassiert und den Faden verloren", kritisierte Zeimet. Dudweiler kam auf 12:10 (24. Minute) heran. Zur Pause führte Merzig mit 14:11.

"Ihr müsst an Euch glauben. Macht Euch nicht verrückt, wenn der Gegner mal zwei, drei Tore nacheinander wirft", meinte Zeimet in der Kabine. Nach dem Seitenwechsel zog sein Team zunächst auf 17:11 weg, konnte die Heimmannschaft aber nicht abschütteln und vergab im Angriff klare Chancen.

Als Michler ausfiel, lag der HSV nur noch 20:19 (44.) vorne. Zeimet schickte nun Katharina Endres aufs Feld. Und die lange verletzte Spielführerin (gebrochene Hand) sorgte beim Comeback in der Abwehr für mehr Stabilität. Den Paraden von HSV-Torfrau Alexandra Schulz war es aber zu verdanken, dass der dritte Sieg in der nervenaufreibenden Schlussphase nicht mehr aus der Hand gegeben wurde.

Die Pause bis zum nächsten Einsatz ist diesmal kurz: Bereits am morgigen Dienstag erwartet Merzig in der ersten Runde des Saarlandpokals, der Bank-1-Saar-Trophy, die DJK Marpingen. Anwurf des Spiels gegen den RPS-Oberligisten ist um 19.30 Uhr in der Thielspark-Halle in Merzig. ros