Aus dem Bezirksrat: Mehr Ruhe neben den Bahngleisen

Aus dem Bezirksrat : Mehr Ruhe neben den Bahngleisen

Der Lärmschutz entlang des Schienenweges in Dudweiler kommt. Aber erst im Jahre 2022, so die Planungen der Deutschen Bahn. Das wurde im Bezirksrat mitgeteilt.

Gute und schlechte Nachricht für den Stadtbezirk: In Sachen Lärmschutz entlang des Schienenweges in Dudweiler kommt Bewegung – Baubeginn wird aber wohl erst 2022 sein. Das teilte Sabine Weiler, Mitarbeiterin der Deutschen Bahn, bei der jüngsten Sitzung des Bezirksrates mit.

Die Gremien der Landeshauptstadt Saarbrücken beschäftigten sich bereits mehrfach mit dem Thema „Lärmsanierung an Schienenwegen des Bundes im Stadtgebiet Saarbrücken“ (die Saarbrücker Zeitung berichtete mehrfach). Die Lärmschutzwände, zweischalige Aluminiumgestelle mit integrierter Schallabsorption, sollen ab Jägersfreude fast durchgehend durch den Stadtbezirk errichtet werden. In Scheidt soll es nur zur Seite nach Dudweiler hin Wände geben. Die Maßnahme soll in drei Bauabschnitten umgesetzt werden, ist auf drei Jahre angesetzt und kann – wie eingangs geschildert – voraussichtlich frühestens 2022 starten.

Im kommenden Jahr sollen die Arbeiten bei einer Bürgerversammlung genauer erläutert werden, so Sabine Weiler im Bezirksrat weiter. 

Dann werden auch förderungsfähige Umbaumaßnahmen wie Austausch von Fenstern und Rollladenkästen oder die neue Dämmung von Dächern vorgestellt.

Schon öfter kam es bei der Errichtung eines Lärmschutzes zu zeitlichen Verzögerungen. So war es beispielsweise einst angedacht, mit dem Bau von Lärmschutzwänden 2015/16 fertig zu sein. Wegen neuer rechtlicher Vorgaben der zuständigen Aufsichtsbehörde, des Eisenbahn-Bundesamtes, musste das vorgesehene Plangenehmigungsverfahren vom verantwortlichen Unternehmen, der DB Netz AG, vorzeitig gekippt werden. Stattdessen musste ein wesentlich umfangreicheres Planfeststellungsverfahren umgesetzt werden. Zudem wurde zwischenzeitlich der historische Schienenbonus abgeschafft. Dieser besagte, dass es an Schienenwegen der Bahn um 5 dB lauter sein durfte als an Verkehrsstraßen.

Wegen dieser Änderungen mussten alle Vorarbeiten (wie Gutachten) wiederholt werden, was einen komplett neuen Zeitplan nach sich zieht. Mittlerweile seien diese Überarbeitungen vorangeschritten, sodass die von der DB Netz AG beauftragte Bahnabteilung Lärmsanierung die neuen Pläne vorstellen kann.

„In Dudweiler wirkt sich das am meisten aus“, brachte es Sabine Weiler auf den Punkt. Demnach werden sechs Lärmschutzwände auf einer Länge von 8,440 Kilometern errichtet. Zum Vergleich: Bislang seien es drei Wände auf 1,945 Kilometern.

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