Mehr als nur frischer Gerstensaft

Beim Fest tummelten sich über den Tag verteilt mehrere Hundert Gäste auf dem Gelände der ehemaligen Grube im Dudweiler Stadtteil Jägersfreude.

"Hier ist ja mehr los als auf dem Dorffest in Herrensohr", war einer der Sätze, die Lars Kröger mehrfach gehört hatte, erzählte er. Der Geschäftsführer der Brauerei Krögenbräu in Jägersfreude hatte mit seinem Team zum Brauereifest eingeladen, dem ersten seiner Art. Und so tummelten sich über den Tag verteilt mehrere Hundert Gäste auf dem Gelände der ehemaligen Grube im Saarbrücker Stadtteil. Kröger zeigte sich "völlig zufrieden" mit der Premiere, die gleichzeitig eine Fünf-Jahres-Feier war. So lange braut der Wahlsaarländer das Krögenbräu bereits.

Wie es sich für ein Brauereifest gehört, standen natürlich Erzeugnisse aus dem leckeren Gerstensaft im Mittelpunkt. So konnte man neben dem Schwarzbier "Blechhammer", dem Weizen "Unikum" und dem goldgelben Vollbier "Goldstück" auch das bernsteinfarbene "Börni" probieren und genießen. Zusätzlich gab es schwarze Bonbons namens "Bierbriketts", Bierseife oder auch Schwarzbier-Grillkäse.

Am Stand der Dudweiler Firma Kleinbauers Backstube konnte man herzhaftes Bernstein-Brot mit Krögenbräu erstehen. "Das haben wir heute Morgen noch frisch gebacken", erzählten Hans-Jörg und Petra Kleinbauer. Etwa ein Drittel Bier sei in jedem Brot verbacken, so die Inhaber. Da Alkohol bei 60 bis 65 Grad verdunste, sei zwar kein Alkohol mehr im Brot , doch bliebe der Biergeschmack bestehen. Als sehr wichtig empfinden die Beiden, dass man bei solchen Festivitäten Präsenz zeigt: "Die Leute wollen ihren Bäcker noch sehen".

Volksfestcharakter erhielt das Brauereifest vor allem durch die Auftritte mehrerer Vereine und Gruppen. So unterstützte der Schalmeien- und Kulturverein Dudweiler den Fassanstich, Story Eleven spielten ein Unplugged-Konzert, der Freie Fanfarenzug 1992 Dudweiler überzeugte mit Songs wie "Smoke on the water" und Mad Snap spielten ungewöhnliche Elektro-Swing-House-Musik. Ein voller Erfolg war auch die Zumba-Schnupper-Party, zu der der TuS 1888 Jägersfreude eingeladen hatte. Mehrere Gäste nahmen das Angebot gerne an und tanzten eifrig mit.

Geschicklichkeit konnte man an einer Schießbude beweisen und Kinder konnten sich schminken lassen. Am Stand von Imkerin Brigitte Frey gab es leckere Honig-Spezialitäten und verschiedene Sirups und Eierliköre, "von meinen eigenen Hühnern", wie die Imkerin betonte. Extra wegen der Artikel von Brigitte Frey war Ilse Bautz zum Fest in Jägersfreude gekommen. "Den Sirup kann man prima einem Gläschen Crémant beimischen", sagte sie augenzwinkernd. Die Begeisterung über das erste Brauereifest brachte Hans-Willi Lisch auf den Punkt: "Hier ist es einfach nur toll".