Medizin zum Anfassen

Dudweiler. Hoch droben auf dem Klosterberg erhebt sich das St.-Josef- Krankenhaus. Nach Umbau und Erweiterung wirkt das Kloschda, so heißt die Klinik im Volksmund, noch imposanter. Vor allem die neue Glasfassade ist beeindruckend. Am Sonntag war im cts-Krankenhaus St. Josef und rundherum einiges los

Dudweiler. Hoch droben auf dem Klosterberg erhebt sich das St.-Josef- Krankenhaus. Nach Umbau und Erweiterung wirkt das Kloschda, so heißt die Klinik im Volksmund, noch imposanter. Vor allem die neue Glasfassade ist beeindruckend. Am Sonntag war im cts-Krankenhaus St. Josef und rundherum einiges los. Mädchen und Buben düsten mit Pedalos und Bobbycars über den Hof oder tobten auf einer Springburg herum, während die Eltern sich die Live-Operation von Dr. Jamil Sakhel an einer Bandscheibe anschauten oder durch einen begehbaren Darm spazierten und sich die Erläuterungen von Dr. Dietrich Leder, dem Chefarzt der Koloproktologie, anhörten. Zum Abschluss des Umbaus und der Modernisierung hatte das Krankenhaus zum Tag der offenen Tür eingeladen. Das hieß: Medizin zum Anfassen. Im neu gestalteten Foyer gab Iris Heß, die stellvertretende Pflegedirektorin, den Besuchern einen Einblick in das umfangreiche Programm. "Da haben wir ja allerhand zu tun", meinte ein älteres Ehepaar, das sich im Bistro La Cafette vor seinem Rundgang erst einmal eine Tasse Kaffee gönnte. "Der Umbau ist wirklich gelungen", stellte anerkennend Rita Malcharek aus Dudweiler fest. Mit Tochter und Enkeltochter schaute sie sich beim Tag der offenen Tür in der Klinik um. "Dudweiler kann wirklich stolz sein auf dieses Krankenhaus", fügte Malcharek hinzu. Im Untergeschoss verpassten Angela Fretter und ihre Kollegin Jennifer Heß vom benachbarten Seniorenhaus St. Irmina dem 17-jährigen Sascha Hippen (Foto: ll) einen so genannten Altersimulationsanzug. Mit einer Spezialbrille, Hörschutz, einer Halsmanschette sowie Manschetten an Knie- und Handgelenken, machte sich der junge Mann auf einen kleinen Rundgang. "Das war schon ein komisches Gefühl und ganz schön anstrengend", meinte er hinterher. "Ich komme aus Uchtelfangen. Meine Mutter arbeitet hier im Krankenhaus", erzählte er. Und wie gefällt ihm die Arbeitsstätte seiner Mutter? Sascha: "Der Umbau ist gelungen." Beeindruckt von der Atmosphäre zeigte sich Marie Heinen aus Saarbrücken. Sie war mit Töchterchen Jule (4) da. "Hier kann man sich bestimmt wohl fühlen, wenn man krank ist", sagte Heinen. "Gegenüber früher ist das Krankenhaus nicht zu wiederzukennen", erklärte Heinz Fuhrmann (Foto: ll) aus Quierschied. Der gebürtige Dudweiler erzählte: "Ich war 1967 nach einem Unfall mal hier und bin damals bestens versorgt worden." Franz Hecktor (Foto: ll) ist Nachbar des St.-Josef-Krankenhauses. Er wohnt nur wenige Meter entfernt in der Kleinen Kirchenstraße. Er zeigte sich vor allem vom neuen Foyer mit den drei offenen Etagen beeindruckt. Alle Hände voll zu tun hatten die beiden Krankenschwestern Anne Lehnert und Silvia Scheuermann. Sie bestimmten bei den Besuchern Werte wie Blutzucker, Blutdruck oder Cholesterin. Nur wenige Schritte entfernt informierte Diät-Assistentin Ella Witt über die richtige Ernährung. Mitarbeiter der physikalischen Therapie boten den Besuchern Wohlfühlmassagen an. Hinterher gab es von den Mitarbeiterinnen des Schulzentrums St. Hildegard einen selbstgemachten Tee. Wie heißt es doch in der cts-Zeitung: "In St. Josef Dudweiler stehen Körper, Geist und Seele im Mittelpunkt."