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Kritik fließt in neuen Bauplan ein

Kritik fließt in neuen Bauplan ein

Das auf dem Gelände des Sportplatzes geplante Seniorenheim soll nicht so hoch gebaut werden, wie es ursprünglich geplant war. Nach Vorschlägen von Bürgern werden zudem mehr Parkplätze angelegt. Auch muss der Investor ein Regenrückhaltebecken errichten lassen.

Diesmal tagte der Bezirksrat im großen Saarl des Bürgerhauses. Da wieder der Bebauungsplan Jahnsportplatz auf der Tagesordnung stand, war abzusehen, dass sich zahlreiche Bürgerinnen und Bürger für den Tagesordnungspunkt interessieren - etwa 40 folgten der Sitzung.

Der ATVD Dudweiler plant, circa die Hälfte des Sportplatzes zu verkaufen. Mit den Einnahmen will der Verein das verbliebene Gelände für die sportliche Nutzung wieder herrichten (die SZ berichtete). Auf dem Rest soll ein Seniorenheim entstehen. Doch nachdem bei einer Bürgerbeteiligung in der Jahnschenke und im Gestaltungsbeirat der Stadt Saarbrücken Kritik und Verbesserungsvorschläge laut wurden, wurde der Bebauungsplan nun nachgebessert.

Die Änderungen stellte Katrin Hornbostel vom Stadtplanungsamt vor: "Die Stellplätze, die Kanalkapazität und die Höhe des Gebäudes waren die Hauptargumente bei der Bürgerbeteiligung . Das Gebäude wurde nun um ein Geschoss reduziert." Das dritte und damit letzte Geschoss sei nun gegenüber dem Hofweg um 1,5 Meter zurückversetzt worden. In puncto Kanalkapazität hätte man den Zentralen Kommunalen Entsorgungsbetrieb (ZKE) der Landeshauptstadt angehört. Dieser verlangt jetzt vom Investor ein Regenrückhaltebecken. Das aufgefangene Wasser soll nur nach und nach in die Kanalisation abgegeben werden. Und auch in Sachen Stellplätze sei nachgebessert worden: "Der Schlüssel sieht einen Stellplatz je zehn Betten vor", erklärte Hornbostel, was eigentlich zehn Plätze für das Projekt bedeuten wurde. 25 bis 28 Parkmöglichkeiten seien nun im hinteren Bereich des Gebäudes vorgesehen. Nach der übergeordneten Entscheidung im Stadtrat soll zudem eine weitere Bürgerbeteiligung einberufen werden. Der Termin soll rechtzeitig bekannt gegeben werden.

Die Ratsmitglieder standen der Entwicklung hauptsächlich positiv gegenüber, so sagte etwa Ralf-Peter Fritz (CDU ): "Es ist gut, dass auf die Bedenken der Bürger eingegangen wird. Wir finden es toll, dass in Dudweiler etwas passiert." Ähnlich sah es Jörg Sämann (SPD ): Es ist ein lobenswertes Projekt. Wir brauchen den Wohnraum für ältere Menschen." Gabriele Ungers (Die Linke ) äußerte jedoch Bedenken. Sie befürchtete, dass der Lärm, der durch die sportliche Nutzung eines Geländeteils entsteht, früher oder später mit dem Bedürfnis der Altenwohnheimbewohner nach Ruhe kollidiert. Hier verwies allerdings Hornbostel auf ein Lärmgutachten. Demnach sei alles "im grünen Bereich".

Der Rat votierte einstimmig für das Projekt, nur Mirko Welsch (AfD) enthielt sich der Stimme. Allerdings wurden die Bezirksräte in Dudweiler zur Sache nur angehört. Letztendlich trifft der Stadtrat am Dienstag, 13. Oktober, 16 Uhr, in der Congresshalle die Entscheidung.