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Kleine Künstler eifern großen Meistern nach

Kleine Künstler eifern großen Meistern nach

Dudweiler. Der Donnerstag war ein langer Tag für Schüler und Lehrer der Turmschule in Dudweiler, denn man hatte sich viel vorgenommen. Die ganze Schule war am Abend auf den Beinen. Grund: eine außergewöhnliche Kunst-Soiree, zu der Eltern und Interessierte eingeladen waren

Dudweiler. Der Donnerstag war ein langer Tag für Schüler und Lehrer der Turmschule in Dudweiler, denn man hatte sich viel vorgenommen. Die ganze Schule war am Abend auf den Beinen. Grund: eine außergewöhnliche Kunst-Soiree, zu der Eltern und Interessierte eingeladen waren. Die Schule wurde dazu kurzerhand in ein Museum verwandelt, und die Kinder aller Klassenstufen der Grundschule zeigten auf zwei Etagen ihre Werke. "Unsere Kinder haben in den letzten Wochen Künstler von Picasso, Klee, Miro bis Beuys und Uecker kennen gelernt", erklärte Schulleiterin Lilo Groll. Und zwar nicht nur theoretisch, versteht sich, sondern auch praktisch: "Viele Techniken und Motive der Künstler konnten die Kinder kennen lernen und nachgestalten", fügte Groll hinzu. Das Amt für Kinder, Bildung und Kultur in Saarbrücken unterstützte mit dem Förderverein der Turmschule dieses Kunstprojekt. Das Ergebnis konnte sich sehen lassen. Jeder Klassenraum stellte einen anderen Künstler vor, den die Kinder gestalterisch präsentierten. "Doch bevor wir die Ausstellung eröffnen, haben wir noch ein kleines Leckerli", meinte Groll bei der Ankündigung des Musicals "Quak, der Sonnenmacher", das von 14 kleinen Schauspielern der Theater AG und des Schulchores unter der Leitung von Konrektorin Barbara Schönecker-Müller und Friederike Benjes auf die Beine gestellt wurde. Eltern packen mit an"Ich habe nicht mit so vielen Eltern gerechnet", sagte die Rektorin in Anbetracht der vollen Turnhalle. Sowieso waren die Eltern als Mitorganisatoren nicht wegzudenken. So ermöglichte etwa Andreas Meinerzag, gelernter Schreiner aus Dudweiler, den Bau eines "Lesethrons" für die Klasse 2.2. Ganz im Stil Otmar Alts legten die Kinder in drei Schulstunden pro Woche Hand an den Designerstuhl aus Holz an. Michael Honecker aus Dudweiler, Vater von Drittklässler Marc, hatte eine Textwand zu Picassos Leben für das Klassenzimmer mit seinem Sohn entworfen: "Normalerweise habe ich mit Kunst nichts am Hut, aber was die Kinder hier zeigen, ist ganz toll", sagte Honecker. Und Sohn Marc weiß jetzt, welche Bilder von Picasso sind: "Den erkenne ich jetzt in jedem Museum", meinte der Neunjährige. Die Kunstwahrnehmung von Kindern sei noch ganz unverstellt, berichtete Klassenlehrerin Martina Wilhelm-Hoffmann: "Unser Thema "Van Gogh" ist für das 2. Schuljahr sehr anspruchsvoll, aber die Kinder wollen gar nicht, dass wir aufhören vom Künstler zu erzählen. Außerdem eignen sich die Motive van Goghs hervorragend zum freien Gestalten auch in anderen Farben." ane