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Entscheidung im nächsten Jahr
Kita Oberlinhaus greift nach Bundes-Titel

Im Kindergarten Oberlinhaus in Dudweiler war im Jahre 2015 die damalige U-16-Fußballnationalspielerin Lara Martin zu Besuch. Beim Training mit ihr hatten die Kinder sichtlich viel Spaß.
Im Kindergarten Oberlinhaus in Dudweiler war im Jahre 2015 die damalige U-16-Fußballnationalspielerin Lara Martin zu Besuch. Beim Training mit ihr hatten die Kinder sichtlich viel Spaß. FOTO: Iris Maurer
Dudweiler. 1600 Kindertagesstätten und Initiativen haben sich um den Deutschen-Kita-Preis 2019 beworben. 25 Kitas und 15 Initiativen kamen in die vorletzte Runde – zwei saarländische Bewerber sind dabei: die Kita Oberlinhaus in Dudweiler sowie das Netzwerk Bildung und Lernen in Völklingen. Von red

1560 Konkurrenten um eine begehrte Auszeichnung sind schon aus dem Rennen, 37 Bewerber noch im Wettbewerb um den Deutschen Kita-Preis. Einer davon ist die Dudweiler Kindertagesstätte Oberlinhaus. Dort ist denn auch der Stolz groß, so weit gekommen zu sein. Das Bildungsministerium sieht im bereits jetzt beachtlichen Abschneiden der Kita den Beweis, auf dem richtigen Kurs zu sein. Die Nominierung der Dudweiler Kita Oberlinhaus wertete Bildungsstaatssekretärin Christine Streichert-Clivot als Ergebnis der hohen Ausgaben für frühkindliche Bildung. Die Regierung habe die Zahl der Betreuungsplätze ausgebaut, ein Bildungsprogramm aufgelegt, und viele Kitas hätten nun noch klarere Profile.


Welche Nominierten weiterkommen, steht Mitte Januar fest. Dann werden zehn Kitas und zehn Bündnisse verkündet, die ins Finale des Deutschen Kita-Preises einziehen. Fachleute werden sie in den darauffolgenden Wochen besuchen.

Schließlich entscheidet eine unabhängige Jury im Frühjahr über die Preisträger. Außerdem haben Eltern die Möglichkeit, mit einer deutschlandweiten Abstimmung im Internet einen Sonderpreis für Kitas zu vergeben. Wer ihn erhält, steht im April fest.



Die Kita Oberlinhaus ist eine Begegnungsstätte für Familien aus unterschiedlichen Herkunftsländern und Gesellschaftsschichten. In der Kita gibt es Jungen und Mädchen aus Familien, die nach langer Flucht aus vielen Teilen der Welt und nach oft belastende Erlebnissen zu uns kamen. Entsprechend vielfältig sind die Anforderungen an die Erziehung dieser Kinder. Die Fachkräfte bringen dafür Offenheit und Wertschätzung mit, wie das saarländische Bildungsministerium weiter mitteilt.

So beteiligen die Erzieherinnen Kinder bereits in der Krippe an der Mitgestaltung des Alltags, um demokratische Teilhabe einzuüben. Es gebe regelmäßige Treffen im Kinderparlament sowie die Teilnahme der „Kinder-Abgeordneten“ an Teamsitzungen. Ziel der Partizipation und demokratische Teilhabe sei es, Kindern zu zeigen, dass Einmischen sich auswirkt und dass sie selbst Maßstäbe setzen können.