Keine Chance gegen Völklingen

Die HSG TVA/ATSV Saarbrücken hatte bei der HSG Dudweiler/Fischbach Mühen, ging aber als Sieger aus der Halle. Viel deutlicher fiel das Handballspiel des HCS Saarbrücken aus. Er unterlag in Völklingen mit 21:35.

"Uns war klar, dass wir heute hoch gewinnen können. Ein Erfolgserlebnis war nach der Pleite gegen Brotdorf auch einfach wichtig", sagte Niklas Louis. Mit zwölf Toren hatte der Rechtsaußen als bester Werfer entscheidenden Anteil am Sieg seiner HSG Völklingen gegen den Tabellenvorletzten der Handball-Saarlandliga, HC St. Johann Saarbrücken . Louis wollte das 35:21 (17:8) aber nicht zu hoch bewerten: "Es war ein Pflichtsieg. Dadurch bleibt der Rückstand auf Brotdorf bei einem Punkt."

Zunächst gelang es den Gästen aus Saarbrücken , die Partie in der Hermann-Neuberger-Halle offen zu gestalten. Nach 25 Minuten stand es 10:8 für Völklingen. Bis zum Halbzeitpfiff fiel dennoch die Entscheidung: Völklingen erhöhte das Tempo und sorgte mit einem 7:0-Lauf für klare Verhältnisse. "Es ist immer das Gleiche", sagte HCS-Spieler Felix Lampen: "Wir haben gut angefangen, aber wieder eine Phase gehabt, in der gar nichts lief. Gerade gegen eine Mannschaft, die so gut besetzt ist wie Völklingen, dürfen wir uns das nicht erlauben."

Nach dem Seitenwechsel bot das Spiel wenig Spannung, da Völklingen aggressiver zu Werke ging, spielerisch viel mehr zu bieten hatte und im Spielaufbau weniger Bälle herschenkte als die St. Johanner. Ohne Georg Nukradze, der starke elf Tore erzielte, und die Paraden von Torwart Markus Brixius, hätte es noch düsterer für den HCS ausgesehen. Völklingen kam am Ende ungefährdet zu zwei Punkten. Nach einem 21:10, 25:15 und 30:18 war die "gute Lektion", wie Lampen sagte, schließlich mit Luca Forchners Treffer zum 35:21-Endstand vorüber. "Der Gegner hat es uns heute in vielen Situationen leicht gemacht, zu einfachen Toren zu kommen", sagte Louis. Mit 50 Saisontoren ist der 19-Jährige derzeit der gefährlichste Völklinger Angreifer. Auf die Frage nach seiner Entwicklung sagte er lachend: "Ich glaube, die ist relativ okay. Im Moment läuft es ganz gut für mich."

Weniger deutlich als in Völklingen ging es am Samstag bei der HSG Dudweiler /Fischbach zu, die die HSG TVA/ATSV Saarbrücken zum Derby empfing. Nach einem "unfassbaren Spiel", wie Gästetrainer Andreas Birk sagte, setzte sich der TVA/ATSV am Ende knapp mit 25:24 (11:17) durch. "In der ersten Halbzeit haben wir Fehler ohne Ende gemacht und Dudweiler zu Toren eingeladen", sagte Birk, der im Vorfeld auf Eric Mammolito (Ellbogenverletzung) und Lukas Klein (Fußverletzung) verzichten musste. Dazu kam, dass Maurice Kopp seinen Gegenspieler mit dem Ellbogen im Gesicht traf und früh die Rote Karte sah.

"Ich habe unsere Fehler in der Kabine deutlich angesprochen. Meine Jungs haben sich das zu Herzen genommen und eine bärenstarke zweite Halbzeit abgeliefert", meinte Birk. Saarbrücken holte Tor um Tor auf und erzielte den ersten Ausgleich zum 21:21. Kurz vor dem Schlusspfiff stand es weiterhin Unentschieden, doch Saarbrücken nutzte seine letzte Chance. "Dass wir einen 11:17-Rückstand aufgeholt haben, konnte ich kaum glauben. Eine super Leistung meiner Mannschaft. Es war sehr knapp, aber alles in allem haben wir verdient gewonnen", sagte Birk, dessen Team durch den Sieg in der Tabelle mit Dudweiler gleichziehen konnte (8:12 Punkte), aufgrund des schlechteren Torverhältnisses aber einen Rang dahinter auf Platz neun steht.