In Dudweiler entsteht Zentrum für Orthopädie

In Dudweiler entsteht Zentrum für Orthopädie

Im kommenden Jahr wandern Frauenklinik und Geburtshilfe des cts-Krankenhauses St. Josef zur Klinik St. Theresia auf dem Saarbrücker Rastpfuhl ab. Eine positive Nachricht hinsichtlich des Standortes Dudweiler kommt da gerade recht.

Es wird alles nicht so heiß gegessen, wie es gekocht wird, heißt es im Volksmund, wenn sich Probleme im Nachhinein doch relativieren. So teilt aktuell die Caritas-Trägergesellschaft Saarbrücken mit, dass geplant sei, im Krankenhaus St. Josef ein Zentrum für Orthopädie zu errichten. Damit wolle man ,,langfristig den Bestand des Hauses und der dortigen Arbeitsplätze sichern" - nachdem die Frauenklinik samt Geburtshilfe in wenigen Monaten in die cts-Klinik St. Theresia auf dem Rastpfuhl abwandern wird.

"Das Zentrum für Orthopädie wird eng mit den dort bereits tätigen Beleg- und Honorarärzten zusammenarbeiten und ergänzt aus unserer Sicht sehr gut die dort bereits angesiedelten Fachabteilungen Schmerztherapie und Psychosomatik ", sagt cts-Geschäftsführer Rafael Lunkenheimer. Und: "Mit diesem innovativen Konzept schaffen wir einen Schwerpunkt, einen Leuchtturm." Das abgestimmte und abgestufte Behandlungskonzept beinhalte sowohl die konservative als auch die operative Orthopädie und könne sich so genau an die individuellen Bedürfnisse des Patienten anpassen.

Die cts erklärt, sie erfülle so Vorgaben aus dem Saarländischen Krankenhausgesetz, das die Häuser zur Bildung von Untersuchungs- und Behandlungsschwerpunkten verpflichte und zudem fordere, eine den fachlichen Erfordernissen und dem jeweiligen Stand der wissenschaftlichen Erkenntnisse entsprechende fachliche Qualität ihrer Leistungen zu gewährleisten.

"Wir sind zuversichtlich, mit diesem ,Zentrum für Orthopädie ' den Standort St. Josef dauerhaft sichern zu können", sagt Rafael Lunkenheimer. Das Konzept werde in den nächsten Tagen dem saarländischen Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie zur Prüfung vorgelegt.

Was die eingangs erwähnten Fachabteilungen am Standort St. Josef Dudweiler angeht, so erklärt die cts auf SZ-Anfrage folgendes: Die Abteilung Psychosomatik habe sich seit ihrer Gründung vor 15 Jahren mehr als vervierfacht - von elf auf 46 Betten, inklusive eigener Tagesklinik. Die Abteilung sei zu nahezu 100 Prozent ausgelastet, ein weiterer Ausbau aber zurzeit nicht geplant. Die Psychosomatik mit ihrem Chefarzt Dr. Jochen Maus genieße ,,einen sehr guten Ruf". Nach Dudweiler sei das Team seinerzeit umgezogen, weil man sich hier vergrößern konnte. Dieses "Pfund" sei auch mit Bedacht in St. Josef angesiedelt worden, um den Standort zu unterstützen. Das Gleiche gelte für die Schmerzklinik, die im Oktober dieses Jahres nach St. Josef umgezogen ist.