Hydac investiert Millionen

2,5 Millionen Euro verbaut das Sulzbacher Unternehmen Hydac in Dudweiler. Hier entsteht ein Ausbildungszentrum für Mitarbeiter, Kunden und Service-Partner weltweit. SZ-Besuch auf der Baustelle.

Frohgemut - und das nicht grundlos - steht Gerd Barthen vor der ausladenden Baustelle. Dem Diplom-Ingenieur geht gewissermaßen das Herz auf beim Erzählen. Der Projektleiter der Firma Hydac mit Sitz in Sulzbach freut sich, dass auf dem Gelände der ehemaligen Grube Hirschbach auf Dudweiler Bann etwas völlig Neues erwächst. Und zwar ein Schulungszentrum für die Mitarbeiter des weitweit agierenden Unternehmens. Um es zu errichten, musste ein altes Gemäuer weichen. Und zwar die ehemalige Lehrwerkstätte der Saarbergwerke. In genau dieser Werkstätte begann 1964 Barthens berufliche Laufbahn - als Elektriker. 50 Jahre später ließ nun also der heutige Hydac-Ingenieur seine eigene Ausbildungsstätte plattmachen. Als er dies erzählt, muss er schmunzeln. Denn wem ist so etwas schon "vergönnt"?

Also, die Halle ist weg, und nun geht's voller Schwung und Elan ans neue Haus. Auch über Winter wird gearbeitet, sagt Barthen und präsentiert die Baupläne beim Ortstermin mit der SZ. Der für Werksplanung und Gebäudemanagement zuständige Mann steht vor dem Fundament der Halle. Bis Mitte Januar soll es fertig sein. Im Februar wird der Aufbau der Stahlhülle folgen, und wenn nichts Unvorhergesehenes geschieht, wird das stolze Gebäude im August bezugsfertig sein. Investitionsvolumen: 2,5 Millionen Euro. Ein zweigeschossiger Flachbau entsteht auf der Hirschbach . Mit Tagungs- und Seminarräumen - unter anderem für Schulungen von Mitarbeitern, Kunden und Service-Partnern. Das Unternehmen Hydac ist bekannt für sein Knowhow in Fluidtechnik, Hydraulik und Elektronik.

Die Firma mit Stammsitz in Sulzbach ist mit ihren mehr als 6000 Mitarbeitern, 45 Auslandsgesellschaften und über 500 Vertriebs- und Service-Partnern rund um den Globus unterwegs. Ziel des Neubaus sei es, in einem hier befindlichen Bestandsgebäude mehr Platz zu schaffen für die erweiterte Fertigung von Befestigungstechnik ("Accessories") , erklärt Gerd Barthen. Und freut sich, dass im Grubenareal der erste Neubau nach Jahrzehnten erwächst. "Das Schöne ist, dass hier wieder Leben reinkommt", sagt lächelnd der Mann der Hydac, der ja "mit der Grube groß geworden" ist.

1952 wurde die Grube Hirschbach geschlossen - genau 100 Jahre nach Inbetriebnahme der Skalleyschächte. Der letzte Förderturm wurde im Jahr 1974 abgerissen.

hydac.com