Hüfte, Knie und noch viel mehr

Von Patienten stark frequentiert ist das Orthopädie-Zentrum im Krankenhaus St. Josef, das Anfang des Jahres eröffnet wurde. Mit Chefarzt Markus Pahl sind hier zwei Oberärzte und drei Assistenzärzte beschäftigt, um das gesamte Operationsspektrum abzudecken. Die SZ hat mit dem Chef der Abteilung gesprochen.

Morgens, kurz vor sieben, legt er los, und dann wird's munter - bis 19 Uhr. Langeweile ist nicht sein Spezialgebiet, wohl aber die ärztliche Heilkunst. Dr. Markus Pahl ist seit Beginn dieses Jahres der Chef des Zentrums für Orthopädie in der cts-Klinik St. Josef Dudweiler - und in dieser Eigenschaft mehr als beschäftigt. ,,Arbeit ist mir noch nie schwergefallen", sagt Pahl und lächelt. Auf seinem Schreibtisch kann man das bewundern, was dem Menschen ,,eingebaut" wird: einen Ersatzknorpel und eine künstliche Hüftpfanne, die hier als Kugelschreiber-Halter taugt. Von Rodalben kam der Saarbrücker wieder ins Saarland zurück, in Rheinland-Pfalz war er Leitender Oberarzt und Chefarzt-Vertreter in der Orthopädie und Unfallchirurgie.

Und in Dudweiler hat er das Orthopädie-Zentrum quasi aus der Taufe gehoben. Er habe, sagt Pahl, ,,kein fahrendes Schiff übernommen", vielmehr den Anker gelichtet zur Jungfernfahrt. In St. Josef hat er sich ,,sehr gut eingelebt", er schätzt die eher familiäre Atmosphäre, und die am Patienten orientierte, freundliche Pflege. Und sein Team, das er sich selbst zusammenstellen konnte. Zwei Oberärzte und drei Assistenten arbeiten mit ihm Hand in Hand. Und behandeln, wie der Chefarzt erklärt, alle möglichen Gebrechen: ,,Wir decken das gesamte Operationsspektrum ab, inklusive der Eingriffe an der Wirbelsäule." Wobei der Mediziner die ,,Top 3" gleich mit aufzählt: Knie-Arthrose, Hüft-Arthrose, gefolgt von Kreuzband-Verletzungen.

Um möglichst lange gesund und damit beweglich zu bleiben, empfiehlt er im Übrigen ,,moderate sportliche Betätigung". Er selbst liebt den Ausdauer-Sport wie etwa Laufen und Radfahren, darüber hinaus fährt der dreifache Familienvater gerne Ski.

Das Gespräch mit der SZ fand kürzlich an einem Mittwoch statt, dem Hauptambulanz-Tag, an dem sich die Sprechstunden-Patienten die Klinke in die Hand geben. Etwa 30 Menschen sind es an einem solchen Tag, die ihre Schmerzen wieder loshaben möchten. Ein Dauerlauf sozusagen, der jeden Tag zu leisten ist. Wer die Sprechstunde des Orthopädie-Zentrums aufzusuchen gedenkt, muss mehrwöchige Wartezeiten in Kauf nehmen. Denn die Abteilung in St. Josef wird von Patienten quasi überrannt. Das führt Chefarzt Pahl auf die ,,Qualität der Abteilung" zurück. Und auf operative Schwerpunkte, die nicht überall angeboten würden.

Die Caritas-Trägergesellschaft (cts) als Betreiber des Krankenhauses ist stolz auf ihre neue Hauptfachabteilung mit dem kompletten Spektrum - von der operativen bis zur konservativen Orthopädie . Die Kooperation mit den Kliniken für Schmerztherapie und Psychosomatik, eine enge Zusammenarbeit mit niedergelassenen Ärzten sowie eine moderne Physikalische Therapie ermöglichten es, Behandlungskonzepte zusammenzustellen, die auf die individuellen Bedürfnisse der Patienten angepasst sind. Ob ambulant oder stationär - der Wunsch des Hauses in Dudweiler sei es, die Patienten passgenau und auf den Punkt zu behandeln - ,,in einem Haus der kurzen Wege".