Hilfe für ältere Menschen

Zur Verbesserung der Wohnsituation älterer Menschen nimmt das DRK rund 2,8 Millionen Euro in die Hand. Damit wird das Sozialzentrum Am Markt auf Vordermann gebracht.

Das DRK-Zentrum Am Markt in Dudweiler wird zurzeit erweitert. Momentan sind in der Pflegeeinrichtung 26 vollstationäre Zimmer, zehn Plätze zur Tagespflege, vier Kurzzeitpflegeplätze und fünf Wohnungen für betreutes Wohnen untergebracht. Bis zum Ende dieses Jahres sollen 16 Einzelzimmer zur vollstationären Pflege sowie drei Wohnungen für den Bereich betreutes Wohnen hinzukommen, wie Geschäftsführer Theo Schwarz bei einer Pressekonferenz in der Pflegeeinrichtung erklärte.

Etwa 2,8 Millionen Euro sollen in den Bau inmitten des Dudweiler Zentrums investiert werden. Bei der Gelegenheit möchte man die bestehende Einrichtung auch gleich strukturell verbessern. So sind beim Neubau, der an der Trierer Straße liegt, auch die Einrichtung einer modernen Wäscherei, eine helle und geräumige Umkleide für das Personal sowie Lagerräume vorgesehen. Letztere sollen sowohl fürs Aktenarchiv als auch den Menschen direkt dienen. "Hier könnten die Bewohner beispielsweise im Sommer ihre Winterkleidung unterbringen, die sonst auf den Zimmern nur Platz wegnimmt", erklärte Schwarz. "Im Erdgeschoss sollen zudem Räumlichkeiten für Arztpraxen geschaffen werden", ergänzte sein Kollege Roland Engel.

Das erste und zweite Obergeschoss sollen bis Ende 2016 je acht Einzelzimmer mit Nasszelle erhalten. Pro Zimmer sind rund 20 Quadratmeter vorgesehen - alles natürlich barrierefrei und rollstuhlgerecht. Das abschließende Staffelgeschoss, knapp zwei Meter zurückgesetzt von der Straße, ist dann für die drei Wohnungen vorgesehen. Zusätzlich gibt es einen großen Aufenthaltsbereich für die Anwohner, der mit Raumteilern in drei Zonen gegliedert werden kann.

Eine Aktivitätenzone mit Küchenzeile, eine "gemütliche Zone mit Fernseher und seniorengerechten Möbeln" sowie eine kleine zusätzliche Speisezone sollen entstehen. Auch an ein Büro für den Familienunterstützenden Dienst wurde gedacht. 1200 Quadratmeter Nutzfläche sollen so bis zum Ende des Jahres geschaffen werden. Bereits im Juni könnte der Rohbau stehen.

Um das alles zu ermöglichen, waren zeitintensive Verhandlungen mit der Stadtverwaltung nötig. "Wir haben lange auf die Baugenehmigung gewartet", sagte Engel. Der Baugrund musste stabilisiert und aufgrund von Bodenbelastungen teilweise abgetragen werden. 22 Pfeiler wurden in bis zu elf Meter Tiefe versenkt, um dem Bau den nötigen Halt zu verleihen. Und auch die Wärmeisolierung und die Energiewerte waren den Bauherrn wichtig. Ein eigenes Blockheizkraftwerk, dreifach verglaste Fenster und eine LED-Beleuchtung sind vorgesehen.

Weitere Informationen zu einem Pflegeplatz in der Einrichtung gibt es bei Lisa Gerhardt unter Tel. (0 68 97) 9 65 98 45.