Spielplatz in der Schwester-Marie-Straße in Dudweiler-Nord: Hier sollen Kinder ungefährdet toben

Spielplatz in der Schwester-Marie-Straße in Dudweiler-Nord : Hier sollen Kinder ungefährdet toben

Nach Stillstand lässt die Stadt auf dem Spielplatz in der Schwester-Marie-Straße ein neues Kombigerät aufbauen.

Den Spielplatz in der Schwester-Marie-Straße in Dudweiler-Nord hat jetzt SZ-Leser Erwin Backes in Erinnerung gebracht. Kurz vor Ostern 2016, so schreibt er, sei auf dem vor  Jahren von der Interessengemeinschaft Dudweiler-Nord gebauten Platz ein Multifunktionsspielgerät wegen angeblich baulicher Mängel im Rahmen der Gefahrenabwehr entfernt worden, „und zwar mit brachialer Gewalt: Mitarbeiter der Landeshauptstadt  (Grünamt) rückten dem Spielgerät mit der Kettensäge zu Leibe und sägten die Stützpfosten einfach ab,  entsorgten die Reste sofort, sodass eine nachträgliche Feststellung der Mängel nicht mehr nachvollziehbar war“. Im April 2016  sei der Vorgang Thema in der SZ gewesen und auch im Bezirksrat Dudweiler. Jetzt, im Juni 2017, 14 Monate später, habe er, Backes, sich die Örtlichkeit noch einmal angesehen. Das Fazit unseres Lesers: „Der Spielplatz wird mittlerweile von der Stadt bewirtschaftet, und so sieht er auch aus: die Reste des abgebauten Spielgerätes, Holzpfosten und Betonteile,  ragen immer noch aus dem Boden und stellen eine Gefahr für die spielenden Kinder dar. Warum wurden in den letzten 14 Monaten diese Gefahrenstellen nicht beseitigt?“ Der Beschwerdeführer stellt fest, dass nach seinem  Beitrag in Facebook vor wenigen Tagen der Spielplatz wenigstens mal wieder gemäht worden sei.

Die SZ hat im Saarbrücker Rathaus nachgefragt und von Stadt-Pressesprecher Thomas Blug folgende Stellungnahme erhalten: „An die Verkehrssicherheit gerade bei öffentlichen Kinderspielplätzen“,so schreibt er, „werden hohe Ansprüche gestellt. Um Unfälle und Verletzungen für spielende Kinder zu vermeiden, musste das beschriebene Multifunktionsgerät auf dem Spielplatz Dudweiler-Nord entfernt werden. Dafür gibt es Ersatz.“

Das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe habe  den Spielplatz in einem ersten Schritt bereits aufgewertet, indem ein Balancier-Parcours und eine Doppelwippe eingebaut worden seien.  Diese neuen Spielgeräte seien auf den der SZ zur Verfügung gestellten Fotos von Erwin Backes nicht zu sehen. In einem zweiten Bauabschnitt, so erfährt man überdies,  werde  noch im Laufe des Jahres an der Stelle des abgebauten Multifunktionsgerätes ein neues Kombigerät aufgebaut. Dann würden auch die momentan noch stehenden Reste entfernt.

Für das vom Grünamt entfernte Multifunktionsgerät soll ein neues Kombi-Spielgerät aufgebaut werden. Die Kinder in Dudweiler-Nord und deren Eltern wird es freuen.  . Foto: Erwin Backes

Stadtsprecher Blug in seiner Stellungnahme weiieter: „Gefahrenstellen gibt es derzeit keine. Die Kanthölzer wurden mit Absicht in den Pfostenschuhen belassen, damit sie gesehen werden und niemand über sie stolpert. Sie wurden aber gekürzt und die Kanten gebrochen, damit sich niemand verletzen kann. Die Pfostenschuhe sollen für den nächsten Bauabschnitt wieder verwendet werden. Deshalb hat das Amt für Stadtgrün und Friedhöfe beschlossen, diese zunächst im Boden zu lassen. Die beauftragte Firma mäht den Spielplatz sechsmal im Jahr.“