Hier fängt man die Sonne ein

Knapp sieben Hektar groß sein wird das Areal, das in Jägersfreude für den Aufbau einer Solaranlage dient. Die Pläne hierzu liegen in den letzten Zügen, wie jetzt bei der Betreibergesellschaft zu erfahren war.

Mit der Zustimmung des Saarbrücker Stadtrates sind nun die Weichen für eine Photovoltaik-Anlage auf dem Areal der ehemaligen Grube Jägersfreude gestellt. Im April soll die Ausschreibung bei der Bundesnetzagentur starten, wie Rudolf Krumm, Geschäftsführer der MontanSolar GmbH, erklärt. "Es ist eine Herausforderung, den Zuschlag in dem Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur zu erhalten. Wir hoffen darauf, danach können wir in den Bau gehen.", so Krumm.

Läuft alles nach Plan, soll die Bauzeit auf der knapp sieben Hektar großen Fläche, die sich im Eigentum der RAG AG befindet, etwa zwei Monate betragen. 2,3 bis 2,5 Megawatt Strom sollen nach deren Vollendung in Jägersfreude produziert werden. Hierfür müssen wiederum 2,4 bis 2,5 Millionen Euro von der MontanSolar investiert werden. Auf die Landeshauptstadt entfallen keine Kosten. Die nötigen Mittel für Bau, Rückbau, Planung und Betrieb der Anlage verbleiben bei der MontanSolar. Bürgerinnen und Bürger können allerdings nicht ihr Geld in die Anlage investieren und auf eine Rendite hoffen: "Die Rahmenbedingungen der Bundesnetzagentur zeigen eine knappe Wirtschaftlichkeit. Eine Bürgerbeteiligung wird daher nicht möglich sein", erklärt Geschäftsführer Krumm. Der Bebauungsplan sieht auch eine zeitliche Beschränkung vor. So soll die Anlage maximal 30 Jahre lang betrieben werden. Minimal sind 20 Jahre eingeplant, allerdings hat die MontanSolar die Möglichkeit, die Laufzeit um zweimal fünf Jahre zu verlängern. "Die geplante Nutzung stellt somit eine Zwischennutzung dar, so dass nach Ablauf der Befristung inklusive Rückbau der Anlage eine dann zu planende Neunutzung erfolgen kann", steht hierzu in den Stadtratsunterlagen.

Die ehemalige Waschkaue und das Zechenhaus am Eingang des Geländes sind übrigens nicht im Geltungsbereich des Bebauungsplans enthalten. Die beiden Gebäude aus dem Jahr 1910 sind Teil des Denkmal-Ensembles "Grube Jägersfreude " und von daher geschützt.