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Herrensohr und TBS verlieren
Heimpleite beendet Traum von Vizemeisterschaft

Herrensohrs Sheeraman Raghavan Ponpathirkoottam (Mitte) setzt sich unter dem Korb gegen zwei Mainzer durch.
Herrensohrs Sheeraman Raghavan Ponpathirkoottam (Mitte) setzt sich unter dem Korb gegen zwei Mainzer durch. FOTO: Thomas Wieck
Dudweiler. Der Basketball-Oberligist TuS Herrensohr muss  sich von der Hoffnung auf den Gewinn der Vizemeisterschaft verabschieden. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt kassierte im Topspiel eine 59:60 (29:28)-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten ASC Theresianum Mainz II.  Vor seinen letzten drei Partien liegt Herrensohr auf Rang vier. Im Sportzentrum Dudweiler sahen die 120 Zuschauer am Sonntag  eine über die gesamte Spielzeit eng verlaufende Partie. Keine Mannschaft konnte sich deutlich absetzen. Das niedrige Endergebnis  unterstreicht, dass beide Abwehrreihen dem Spiel ihren Stempel aufdrückten. Von David Benedyczuk

Der Basketball-Oberligist TuS Herrensohr muss  sich von der Hoffnung auf den Gewinn der Vizemeisterschaft verabschieden. Die Mannschaft von Trainer Martin Schmidt kassierte im Topspiel eine 59:60 (29:28)-Heimniederlage gegen den Tabellenzweiten ASC Theresianum Mainz II.  Vor seinen letzten drei Partien liegt Herrensohr auf Rang vier. Im Sportzentrum Dudweiler sahen die 120 Zuschauer am Sonntag  eine über die gesamte Spielzeit eng verlaufende Partie. Keine Mannschaft konnte sich deutlich absetzen. Das niedrige Endergebnis  unterstreicht, dass beide Abwehrreihen dem Spiel ihren Stempel aufdrückten.


Bitter für Herrensohr, dass die Defensive in den letzten Sekunden patzte. „Beim letzten Angriff  der  Mainzer haben wir gepennt, haben uns auf die Distanzschützen konzentriert und die Verteidigung im Zentrum vernachlässigt“, sagt TuS-Kapitän Jan Brinkmann über den letzten Angriff der Gäste. Der Wurf saß, der ASC führte mit 60:59. Brinkmann vergab danach die letzte Herrensohrer Chance.  Philip Spengler und Sheeraman Raghavan Ponpathirkoottam waren mit je 14 Punkten beste Werfer der Gastgeber.

Für den Tabellenvierten TuS Herrensohr steht morgen um 16 Uhr das letzte Auswärtsspiel der Saison an. Gegner ist die SG Dürkheim-Speyer II, die die Saarländer noch von Platz verdrängen können. „Unser Ziel ist es jetzt, den dritten Platz, auf dem wir lange gestanden sind, am Ende zu belegen“, sagt Brinkmann. Das Hinspiel gewann Herrensohr gegen die SG mit 85:76. Mit Benjamin Reinhard (Bänderriss), Christoph Heyer (Thailand-Urlaub) und Michael Kaicher (Nasenbeinbruch) muss Herrensohr Spieler auf den „kleinen“ Basketball-Positionen ersetzen. „Auf dem Flügel und im Aufbau sind wir im Moment dünn besetzt. Ich hoffe, dass alle spätestens zum Pokalfinal-Turnier zurückkehren“, sagt Brinkmann.



Das Endturnier findet am 23. März in der Warndthalle in Ludweiler statt. Im Halbfinale spielt der TuS Herrensohr gegen den Landesligisten TV Kleinblittersdorf.  Im zweiten Halnfinal-Spiel trifft der Oberligist TBS Saarbrücken auf die Saarlouis Sunkings aus der ersten Regionlliga. Auch der TBS kassierte in der Oberliga wie der TuS eine Niederlage. „Hätte er nicht einen früheren Flieger nehmen können“, dürften sich die Saarbrücker Spieler während der Partie beim BBC Montabaur häufiger gedacht haben. In seinem letzten Spiel für den Spitzenreiter war 2,03-Meter-Center Konor Kulas am Samstag erneut die prägende Figur beim BBC. Auch TBS-Hüne Edouard Diouf konnte die Kreise des 24-jährigen US-Amerikaners nicht entscheidend stören. Während „Edu“ mit Nael Hatahet und je 22 Zählern bester Saarbrücker Werfer war, packte Kulas noch zehn Punkte drauf und war mit 32 Zählern der Garant für Montabaurs 85:79 (41:26)-Erfolg im Aufsteiger-Duell.

Der BBC Montabaur liegt vier Zähler vor Mainz II, wo am morgigen Samstag um 18 Uhr das wohl vorentscheidende Titelduell ansteht. Kulas ist dann in Australien, wo er Profi-Angebot in Melbourne angenommen hat. Der TBS Saarbrücken bekam ihn am Samstag lange nicht richtig zu fassen. Die Gäste lagen zeitweise mit mehr als 20 Punkten zurück – ehe die Mannschaft von Spielertrainer Fred Addae eine Aufholjagd hinlegt eund zum 52:52 ausglich. „Im dritten Viertel haben wir richtig gut verteidigt“, lobte „Master Fred“. Er musste mit Blick auf den Schlussabschnitt aber einräumen: „Hinten raus ging uns dann die Kraft, außerdem hatte Montabaur immer die richtige Antwort parat.“

Am kommenden Sonntag um 16 Uhr steht für den Tabellenachten Saarbrücken in der Mügelsberghalle das Saar-Derby gegen den Tabellensechsten Baskets 98 Völklingen  an. Für Addae, Diouf, Hatahet und Edmond Gotzen ist es ein besonderes Spiel, weil es gegen ihren Ex-Verein geht. „Da werden wir garantiert keine zusätzliche Motivation mehr brauchen“, sagt Addae. Der im Spiel in Montabaur privat verhinderte TBS-Topwerfer Jimmy Lauter, der 19,3 Punkte im Schnitt erzielt, ist wieder dabei.