Happy End für Mutter und Kind

Dudweiler. Für Petra Schmidt kann Weihnachten jetzt kommen. Am Telefon klingt sie überglücklich. "Ich bin so was von erleichtert", sagt sie. Und das hat einen besonderen Grund. Petra Schmidt hat eine schwerbehinderte Tochter. Saskia, zwölf Jahre alt, kann sich kaum noch bewegen. Sie sitzt im Rollstuhl. Mit einem Wachstumsschub ging die Verkrümmung ihrer Wirbelsäule einher

Dudweiler. Für Petra Schmidt kann Weihnachten jetzt kommen. Am Telefon klingt sie überglücklich. "Ich bin so was von erleichtert", sagt sie. Und das hat einen besonderen Grund. Petra Schmidt hat eine schwerbehinderte Tochter. Saskia, zwölf Jahre alt, kann sich kaum noch bewegen. Sie sitzt im Rollstuhl. Mit einem Wachstumsschub ging die Verkrümmung ihrer Wirbelsäule einher. Und die wird mit einem Korsett korrigiert. Allerdings verhindert dieses starre Korsett jede ausgedehnte Regung. Und das wiederum hatte zur Folge, dass ihre Mama kaum noch in der Lage war, das Mädchen in ein normales Auto zu setzen. "Die letzten Monate waren schon sehr hart", sagt rückblickend die Mutter, die stets all ihre Kräfte aufbieten musste, um Saskia zu transportieren. Und nun, nachdem alles überstanden ist, dankt sie überschwänglich allen Menschen, die ihr geholfen haben - auf dem Weg in eine glücklichere Zukunft. Rückblick: Als das Kind kaum noch transportfähig war, wandte sich Marga Fluhr, die Vorsitzende der Lebenshilfe Sulzbach-/Fischbachtal an unsere Zeitung. Marga Fluhr arbeitet hauptberuflich an der Förderschule für Geistige Entwicklung Winterbachsroth in Dudweiler, und Saskia ist ihre Schülerin. "Sie benötigt dringend Hilfe", schrieb die Vorsitzende. Und zwar in Form eines behindertengerechten Autos, das aber ihre Mutter nicht bezahlen konnte. Die ist fürs tägliche Leben auf Geld vom Staat angewiesen. Und so wandte sich Marga Fluhr an die Öffentlichkeit. Es ließen sich daraufhin etliche Spender nicht lange bitten, große und kleine Geldbeträge gingen ein und schon wenige Monate später konnte ein Kastenwagen angeschafft werden (SZ vom 26. September). Dieser musste nur noch für die speziellen Bedürfnisse von Saskia umgebaut werden. Auch das war schnell geschafft, und Petra Schmidt bekam den Wagen unverzüglich ausgehändigt. Ganz bequem kann nun die Mutter ihr Kind im Rollstuhl per Laderampe in das Fahrzeug bringen und sie an Ort und Ziel auch ganz problemlos wieder ausladen. Für den Alltag der Familie Schmidt bedeutet dies eine unglaubliche Erleichterung. Merke: Weihnachten kann traumhaft schön sein, wenn sich Menschen gegenseitig unterstützen und dort helfen, wo dringend Hilfe gebraucht wird. Und eins nie aus dem Auge verlieren: unsere christlichen Werte, die das Leben so immens bereichern.