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HSG TVA/ATSV siegt in Dudweiler
Abgezocktere Truppe gewinnt Stadtderby

Bastian Prinz (Nummer 31) und Luca Forschner (Nummer 5) von der HSG Dudweiler-Fischbach können Maurice Kopp nicht stoppen. Der Rückraum-Spieler der HSG TVA/ATSV Saarbrücken hat kraftvoll abgezogen. Er setzte sich mit seiner Mannschaft im Stadtderby knapp mit 26:24 durch.
Bastian Prinz (Nummer 31) und Luca Forschner (Nummer 5) von der HSG Dudweiler-Fischbach können Maurice Kopp nicht stoppen. Der Rückraum-Spieler der HSG TVA/ATSV Saarbrücken hat kraftvoll abgezogen. Er setzte sich mit seiner Mannschaft im Stadtderby knapp mit 26:24 durch. FOTO: Thomas Wieck
Dudweiler. Der Handball-Saarlandligist HSG TVA/ATSV Saarbrücken siegt im Lokalduell bei Aufsteiger HSG Dudweiler-Fischbach mit 26:24. Von Lucas Jost

Mit Niederlagen im Gepäck sind die Handball-Saarlandligisten HSG Dudweiler-Fischbach und HSG TVA/ATSV Saarbrücken im Stadtderby im Sportzentrum Dudweiler am Mittwochabend aufeinandergetroffen. Saarbrücken hatte mit 24:26 beim Tabellenführer HSV Merzig/Hilbringen verloren, Dudweiler/Fischbach beim Tabellenzweiten HSG DJK Nordsaar mit 23:27. Entsprechend hatten sich beide Mannschaften für das Derby viel vorgenommen. Doch schon die Zuschauerzahl ließ mit nur knapp 80 zu wünschen übrig. Und hochklassig war das, was beide Mannschaften zeigten, auch nicht. Dafür leisteten sie sich zu viele Fehler. Am Ende siegten die Gäste der HSG TVA/ATSV mit 26:24 (14:11) beim Aufsteiger.


Nach einer schnellen 3:1-Führung für Dudweiler-Fischbach durch den Treffer von Kreisläufer Johannes Schu konnte Saarbrücken ausgleichen. Kreisläufer Kevin Singh traf zum 3:3. Bei den Gastgebern konnte vor allem Luca Schichtel im dem linken Rückraum auf sich aufmerksam machen. Er war mit sieben Toren der beste Werfer der Partie. Schichtel konnte aber nicht verhindern, dass sich die HSG TVA/ATSV Saarbrücker bis zur Halbzeit über 9:7 auf 14:11 absetzte. Es zeigte sich: Die HSG Dudweiler-Fischbach hatte mit der körperlich überlegenen Abwehr der Gäste eine Menge Arbeit vor sich.

„Wir haben das Spiel Anfang der zweiten Hälfte verloren, als wir einige Minuten kein Tor erzielen konnten“, sagte Dudweiler-Fischbachs Rechtsaußen Christian Seiler. Denn während die Gäste spielfreudig aus der Pause kamen, stellte seine Mannschaft für fünf Minuten das Handballspielen ein. Das ermöglichte der HSG TVA/ATSV, bei der Florian Schröder im Tor eine starke Partie zeigte, sich bis zur 36. Minuten mit einem 4:0-Lauf auf 18:11 abzusetzen.



„In der Abwehr waren wir stark. Aber ich finde, wir haben vorne zu viele Bälle liegen lassen“, erklärte Saarbrückens Rückraum-Spieler Georg Nukradze. Die Neun-Tore-Führung war seiner Mannschaft nicht gut bekommen. Rechtsaußen Nils Abel traf zum 21:14. Danach lief offensiv nichts mehr zusammen. Die Gäste fanden kein Mittel mehr, um die defensive 5:1-Abwehr der HSG Dudweiler-Fischbach zu überwinden. Die Gastgeber witterten ihre Chance. Als Christian Seiler von der Siebenmeter-Linie auf 17:21 verkürzte, kam kurzzeitig ein wenig Derby-Stimmung auf. Kapitän Kai Nonnweiler erzielte mit einem Schlagwurf vom rechten Rückraum das 18:21. Die Saarbrücker bleiben acht Minuten ohne Treffer. Dann nutzte Rückraum-Spieler Maurice Kopp einen Abpraller zum 22:18 für die HSG TVA/ATSV. Die Gastgeber blieben in Schlagdistanz, konnten die Niederlage nicht mehr abwenden.

„Das Derby zu gewinnen ist natürlich mega geil, gerade gegen Dudweiler-Fischbach“, freute sich Nukradze. „Wir haben in der zweiten Halbzeit Oberwasser bekommen, haben dann aber zweimal schnell den Ball weggeworfen. Dann wird das gegen eine so abgezockte Truppe, die wirklich guten Handball spielt, natürlich sehr schwer“, sagte Dudweiler-Fischbachs Seiler. Er belegt mit seiner Mannschaft Tabellenplatz zehn und empfängt an diesem Samstag, 8. Dezember, um 19 Uhr Tabellenführer Merzig/Hilbringen im Sportzentrum Dudweiler. Als neuer Tabellenvierter erwartet HSG TVA/ATSV Saarbrücken am Samstag um 20 Uhr den Dritten HC Dillingen/Diefflen zum Spitzenspiel in der Rastbachtalhalle.