| 20:46 Uhr

Handball-Saarlandliga
Erst die Nerven verloren, dann das Spiel

Dudweiler-Fischbachs Andreas Nonnweiler (Mitte) sucht gegen St. Ingbert den Abschluss. Am Ende reichte es für seine Mannschaft nicht zum Sieg.
Dudweiler-Fischbachs Andreas Nonnweiler (Mitte) sucht gegen St. Ingbert den Abschluss. Am Ende reichte es für seine Mannschaft nicht zum Sieg. FOTO: Klos Horst / Horst Klos (Klosfoto)
Dudweiler/Fischbach/Saarbrücken. Handball-Saarlandligist HSG Dudweiler-Fischbach unterliegt St. Ingbert. Die HSG TVA/ATSV kassiert ihre erste Niederlage. Von Lucas Jost und Patric Cordier

Die Handballer von Saarlandligist HSG Dudweiler-Fischbach hatten in der Schlussphase ihre Nerven nicht im Griff. Das wurde ihnen am vergangenen Samstag im Heimspiel gegen die SGH St. Ingbert zum Verhängnis, sie verloren mit 24:26.


„Das Momentum war auf unserer Seite. Aber in der entscheidenden Phase haben wir zu viele Bälle verballert. Wir haben es nie geschafft, dass das Pendel mal in unsere Richtung ausschlägt“, haderte HSG-Trainer Christian Mühler. Der Aufsteiger konnte, obwohl er fast die gesamte Spieldauer einem kleinen Rückstand hinterherlief, neun Minuten vor Schluss durch Linksaußen Tobias Lorenz ausgleichen (23:23). Ab da suchte man aber häufig zu voreilig den Abschluss oder scheiterte, teils freistehend, am guten St. Ingberter Torhüter Jens Weißmann. Die HSG musste die Gäste ziehen lassen.

Erfolgreichster Werfer war diesmal Christian Seiler mit vier Toren (ein Siebenmeter). Mit einem Sieg, zwei Unentschieden und einer Niederlage hat die HSG Dudweiler-Fischbach vier Punkte. Als Neunter bleibt der Klub bester Aufsteiger.



Am selben Abend musste die HSG TVA/ATSV Saarbrücken ihre erste Saisonniederlage hinnehmen. Das Team von Trainer Andreas Birk unterlag dem TuS Brotdorf mit 24:25 (10:17). Den entscheidenden Treffer markierte Timm Reinert zwei Sekunden vor der Schlusssirene per Siebenmeter. „Vor allem die erste Halbzeit spiegelt unsere eingeschränkten Trainingsmöglichkeiten, aber auch die Trainingseinstellung der letzten zwei Wochen wieder“, sagte Birk verärgert, „ich hoffe, es war ein Weckruf. Ohne kontinuierlich gute Trainingsleistung kann man gegen Topteams wie Brotdorf nicht gewinnen.“ Die Aufholjagd in der zweiten Hälfte kam zu spät. Beste Werfer der Saarbrücker waren Kevin Singh und Jan Peter Hoffmann mit jeweils sechs Treffern.

In der Tabelle haben die Gäste mit diesem Auswärtserfolg den TVA/ATSV auf den zweiten Platz verdrängt, beide punktgleich mit der HSV Merzig/Hilbringen.