Grinch und Nikolaus als Gäste auf dem Weihnachtsmarkt Jägersfreude

Der Nikolaus war da : Nikolaus verschenkt sich selbst in Miniaturausgabe

Neben dem Heiligen Mann besuchte auch der Grinch den Jägersfreuder Weihnachtsmarkt. Er stahl die Herzen der Kleinen.

Ein kleines grünes Männchen wandert mitten durch Jägersfreude? Da kleine Kinder in der Nähe sind und der grimmige Grüne aussieht wie der Grinch, kann es sich nur um den Weihnachtsmarkt handeln. Im Gegensatz zur Buchvorlage klaut dieser nicht die Geschenke der jungen Besucher, sondern stiehlt die Herzen der Kleinen und zudem allen anderen die Schau. Geduldig macht er mit den Kindern Selfies und stakst von Stand zu Stand.

Der Grinch-Besuch ist am vorigen Samstagabend das abschließende Highlight des Weihnachtsmarktes im kleinsten Stadtbezirksteil von Dudweiler, wie Markus Schwarz erzählt. Er ist der Vorsitzende des veranstaltenden Ortsinteressenvereins Jägersfreude (OIV). Dass sich in diesem Jahr zwei, drei Stände weniger beteiligen, sieht er nach dem strapaziösen Jahr nicht unbedingt als Nachteil. Denn die Feierlichkeiten im gesamten Jahresverlauf anlässlich des 300-jährigen Bestehens von Jägersfreude seien schon kräfteraubend gewesen. Zudem sei es auch gelungen, Neuigkeiten in den Ort zu locken. So bereichert der Zeisweiler Burgergrill mit leckeren Variationen des namensgebenden Gerichtes.

Auch zum ersten Mal auf dem Weihnachtsmarkt ist Tanja Weisenstein. Sie bietet ihre selbst kreierten Dekostücke mit LED-Beleuchtung an. „Das sind alles neue Flaschen“, erklärt sie. Sie nimmt also beispielsweise Weinflaschen, verziert diese mit Motiven wie Elchen, Pinguinen oder Schneemännern und setzt LED-Lichterketten ein. Auch schön sind ihre Holzdreiecke in Weihnachtsbaum-Optik. Diese sind bezogen mit LED-Folie und dienen so als schöner Hingucker auf beispielsweise Fensterbänken. „Ich hab‘s einfach mal ausprobiert“, sagt sie zu den Ursprüngen ihrer Deko-Arbeiten.

Ebenfalls feine Sachen zum Aufhübschen machen die Kinder in den Räumlichkeiten der Katholischen Fachschule für Sozialpädagogik. Dort werden Salzteig-Rohlinge in verschiedenen Ausführungen mit diversen Farben bemalt, wie Daniela Scheidt vom OIV erklärt: „Am liebsten werden derzeit Schneemänner genommen.“

Doch auch Herzen und Sterne finden reißenden Absatz. An den kleinen Kunststücken befestigen die jungen Besucher dann Schnüre und hängen sie an den Weihnachtsbaum am Ende des Jägersfreuder Weihnachtsmarktes.

„Das ist unser ganzer Stolz“, erklärt Markus Schwarz. Tatsächlich hängen an dem hübsch dekorierten Baum schon mindestens 30 der bemalten Stücke. Direkt daneben nimmt am späten Nachmittag der Nikolaus auf einem Holzthron aus Europaletten Platz und erfüllt Wünsche der Kleinen. Zudem verteilt er sich selbst – als Mini-Ausgabe in Schokolade.

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