Gotteshaus im Blickpunkt

Am Sonntag dreht sich zum ,,Tag des offenen Denkmals“ in Herrensohr alles um die Kreuzkirche. Bei Führungen erfährt man mehr über die Historie des Gotteshauses. Es wird aber auch gefeiert – inklusive Musik und Verköstigung.

Seit 1993 koordiniert die Deutsche Stiftung Denkmalschutz jeweils am zweiten Sonntag im September mit dem Tag des offenen Denkmals Streifzüge durch die Vergangenheit. Rund vier Millionen Besucher sind laut Stiftung dann deutschlandweit auf Besichtigungstour. Mehr als 7500 Denkmale sind an diesem Tag geöffnet, diesmal unter dem Motto: ,,Gemeinsam Denkmal erhalten".

Kanzelrede der Ministerin

Mit dabei ist in diesem Jahr die Kreuzkirche in Herrensohr . Am 11. September will man ab 10 Uhr mit einem deutsch-französischen Gottesdienst in den Tag des offenen Denkmals starten. Mitgestaltet wird dieser von Pfarrer Christian Schubert von der evangelischen Kirchengemeinde St. Avold. Die saarländische Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger wird zudem eine Kanzelrede halten. Musikalisch begleitet wird der Gottesdienst vom Kirchenchor sowie von Organist Rainer Oster. Dieser stellt auch um 11.30 Uhr sein Instrument vor. Um 12 Uhr bietet die Gemeinde ein Mittagsessen mit Grillwürsten und Kartoffelsalat, bevor eine Stunde später der Posaunenchor der Gemeinde das Publikum unterhält. Ab 14 Uhr gibt es einen Foto-Vortrag über die Geschichte der Kreuzkirche sowie einen Kurzfilm mit dem Titel ,,100 Jahre Herrensohr " bevor um 15 Uhr die Chorgemeinschaft Fischbach-Herrensohr die Gäste unterhält. Ab 16 Uhr werden Sketche vom Dudweiler Statt-Theater aufgeführt, und ab 17 Uhr singt das Kaltnaggischer Gardisten Corps.

Während des ganzen Tages sind zudem Präsentationen geplant. Unter anderem vom Gustav-Adolf-Werk, dem Förderverein "Zukunft für Butare", einer Stadt aus Ruanda, dem Ortsinteressenverein Herrensohr , dem Förderverein der Kreuzkirche sowie dem 3. Weltladen. Zudem ist die Fotoausstellung "Die Kreuzkirche im Wandel der Jahreszeiten" zu sehen.

Und das Gotteshaus steht für Besichtigungen offen. Ab 14 Uhr sind über den Tag hinweg auf Wunsch Führungen geplant. Zudem werden Getränke sowie Kaffee und Kuchen angeboten.

Die Geschichte der Kreuzkirche begann 1893 mit der Gründung eines Kirchenbauvereins. Bis zum Bau des Sakralgebäudes fanden die Gottesdienste noch in einem Schulsaal statt. Gebaut wurde das Gotteshaus dann in den Jahren 1908 bis 1909. Die Einweihung erfolgte am 30. Januar 1910. Da ein Gemeindehaus fehlte, wurde die Kirche von 1973 bis 1975 zu einem Gemeindezentrum umgebaut. Der Gottesdienstraum wurde verkleinert, eine Decke für ein weiteres Geschoss eingezogen. Durch die Maßnahmen wurde die Langhauskirche zur Querhauskirche. Zum Abschluss der Arbeiten erhielt die Kirche dann ihren Namen. Das Geläut besteht übrigens aus vier Glocken aus der Gießerei Otto aus Saarlouis und wurde 1958 installiert. Die Orgel stammt aus dem Elsass und ist aus Eiche gebaut.