Gemeinsam zum Erfolg

Das Fest „Freunde für das Leben“ im Stadtpark zugunsten der „Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland“ war trotz des Regens ein Erfolg. Der lässt sich andernorts wiederholen, glaubt Thomas Brückner.

Wenn man sich den Erfolg der Benefizveranstaltung "Freunde für das Leben" im Stadtpark ansieht, drängt sich eine Frage auf: Wie war dies in einer Zeit, in der sich Vereine auflösen, über Nachwuchsmangel klagen und ganze Traditionsfeste in der Versenkung verschwinden, überhaupt möglich? Wir sprachen im Umfeld der zweitägigen Sause mit dem Initiator Thomas Brückner - genau an dem Ort, an dem früher das traditionelle Park- und Lichterfest stattfand, welches 2014 abgesagt werden musste. Gleichzeitig war dies nach über 40 Jahren das Aus für die Traditionsveranstaltung gewesen. Der Veranstalter, der Männerchor Harmonie 1896 Dudweiler e V., sah sich personell und organisatorisch nicht mehr dazu in der Lage.

"In Zukunft zählt nur noch die Zusammenarbeit", gab sich der Mann vom Musikzug euphorisch. Wenn die Vereine nur noch Alleingänge machen, käme bestenfalls ein schnödes Gartenfest dabei heraus, prognostizierte Brückner. Die Vorbereitungen zu dem Fest, dessen Erlös für die "Elterninitiative krebskranker Kinder im Saarland" bestimmt ist, habe gezeigt, wie wichtig ein grundsätzliches Netzwerk im Stadtbezirk sei. Zahlreiche Vereine, die nicht nur aus Dudweiler kamen, hatten sich spontan bereit erklärt, mitzumachen (die SZ berichtete mehrfach).

"Das war alles nicht so geplant, sondern hat sich nach und nach erst entwickelt. Ich hatte den Eindruck, dass die nur darauf gewartet hatten, dass jemand kommt, der eine Idee hat", blickte Thomas Brückner zurück. Eigentlich habe täglich indirekt eine Vorstandssitzung per Telefon stattgefunden. Bis zu 70 Nachrichten gingen zwischen 8 und 21 Uhr hin und her. Engagement, Manpower und die entsprechenden Kräfte sind also da.

Sonderkonditionen

Doch wieso läuft es, nicht nur in Dudweiler , nicht mehr so rund in Sachen Vereinsveranstaltungen wie früher? "Viele arbeiten alleine einsam vor sich hin", glaubt Brückner. Jeder frage etwa bei denselben Getränkehändlern nach. So käme es nicht zu Sonderkonditionen, von denen alle profitieren können. Wenn das ein zentraler Zusammenschluss machen würde, sähe es besser aus, und alles würde jedem Verein zugutekommen, meint der Organisator aus Dudweiler . Brückner kennt die Probleme der Vereine. Dennoch sieht er Zukunftschancen für das Allgemeinwohl. Er hofft gar, dass die Benefizveranstaltung Nachahmer-Veranstaltungen findet. "Ich habe die Idee, dass das in Saarbrücken oder im Bliestal mit einem anderen Zweck, etwa als Erlös für ein Hospiz, auf Tour gehen kann.