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Ganz unten lauert das Problem

Marc Kahl von der Bäderbetriebsgesellschaft schaut aus dem Hubboden im Dudobad heraus. Foto: Becker & Bredel
Marc Kahl von der Bäderbetriebsgesellschaft schaut aus dem Hubboden im Dudobad heraus. Foto: Becker & Bredel FOTO: Becker & Bredel
Dudweiler. Komplexe Technik, die instand gesetzt werden muss, wenn das Wasser nicht im Schwimmerbecken ist, verzögert um einige Tage die Saison-Eröffnung im Hallenbad Dudweiler. Doch es gibt auch gute Nachrichten vom Badbetreiber. Frank Bredel


Auch jetzt, nach den Schulferien, bleibt das Dudweiler Hallenbad erst einmal geschlossen (wir berichteten kurz). Entgegen der Tradition, weil bei den Revisionsarbeiten Probleme aufgetaucht sind. "Wie jeden Sommer wird bei uns das Becken gereinigt. Wichtige Reparaturen und Wartungsarbeiten werden ausgeführt. Die Besonderheit im Dudobad ist der Hubboden, mit dem die Beckentiefe zwischen 1,80 Meter und 60 Zentimetern variiert werden kann", so Betriebsleiter Dirk Anhaus. Dieser Boden wird hydraulisch bewegt, die Anlage zeigte schwere Schäden. "Wir wussten, dass wir da etwas reparieren müssen, aber erst wenn das Wasser abgelassen ist, sieht man die Details und kann gezielt die Ersatzteile bestellen. Und die werden alle auf Maß gefertigt, das dauert leider etwas", so Anhaus. Deswegen wird das Bad auch erst am 17. September für den Bäderbetrieb wieder geöffnet werden können. Noch sind die Becken ohne Wasser . "Wir lassen 1600 Kubikmeter Wasser ein, das schon beim Einlauf beheizt wird. Das müssen wir langsam tun, damit das Trinkwassernetz in Dudweiler den Druck nicht verliert", sagt Anhaus. Vier Tage dauert das Befüllen. Dann wird nochmal um 10 Grad aufgeheizt und stets werden Wasserproben genommen. "Erst nach zwei Wochen stimmen Chlorgehalt und pH-Wert ganz genau. Das Gesundheitsamt gibt die Becken dann frei."

Der Hubboden soll nach dem 17. September wieder voll funktionsfähig sein. Er ist übrigens eine Fundgrube, denn was im Wasser verloren geht und unter den Boden gerät, kann erst im Sommer wieder rausgeholt werden. "In diesem Jahr haben wir Zähne aus einem Gebiss gefunden, im Vorjahr Schmuck", sagt Marc Kahl vom Bäderbetrieb. "Die Badegäste sagen uns Bescheid, im Sommer holen wir die Wertsachen dann raus." Wer etwas verliere, müsse halt bis zur Revision warten, aber dann taucht alles wieder auf. Für die Zähne hat sich übrigens niemand gemeldet.

Um den Gästen noch mehr Badezeit zu ermöglichen, wurden aktuell einige Änderungen bei den Öffnungszeiten vorgenommen: "In dieser Saison können alle Freizeitschwimmer am Dienstag sogar bis 13 Uhr parallel zum Schwimmunterricht ihre Bahnen ziehen", erklärt Betriebsleiter Dirk Anhaus. Das war an diesem Tag bisher nur bis 8.30 Uhr möglich.

Darüber hinaus wurde die Öffnungszeit am Dienstag von 20 auf 21 Uhr verlängert und dafür die Öffnungszeit am Donnerstag aufgrund der geringen Auslastung um eine Stunde auf ebenfalls 21 Uhr verkürzt.



Auch am Mittwochvormittag gibt es jetzt keine eingeschränkten Badezeiten mehr für männliche Gäste, denn die ausschließlich für Frauen bestimmte Badezeit zwischen 8.30 bis 10.30 Uhr wurde aufgrund der geringen Teilnehmerzahl abgeschafft, so dass durchgängig alle Leute das Bad bis 13 Uhr nutzen können.

Und: In der Herbst- und Wintersaison bietet das Dudobad ein umfangreiches Kursprogramm an. Wer noch nicht an einem Aqua- oder Schwimmkurs teilgenommen hat, kann sich an zwei Informationsveranstaltungen genauer über Inhalte und Ablauf informieren.

Am Donnerstag, 22. September, kann man um 16 Uhr vor Ort mehr über das Aqua Jogging erfahren. Ab 16.45 Uhr sind alle herzlich willkommen, die sich über die Schwimmkurse informieren möchten. Ein weiterer Info-Termin zum Kursangebot findet am Donnerstag, 20. Oktober, um 19 Uhr zum Aqua Jogging und um 19.45 Uhr zu den Schwimmkursen im Hallenbad statt. Weitere Informationen zu den Angeboten findet man im Internet.

saarbruecker-baeder.de