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Für Sicherheit im Alltag

 Auf dem Marktplatz hilft die Mobia-Lotsin Melanie Spieker Anneliese Emser über die Rampe in den Bus. Foto: Iris Maurer
Auf dem Marktplatz hilft die Mobia-Lotsin Melanie Spieker Anneliese Emser über die Rampe in den Bus. Foto: Iris Maurer FOTO: Iris Maurer
Dudweiler. Alltägliche Situationen mit Bewegungshilfen meistern ist oftmals nicht einfach. Das DRK bot nun mit kompetenter Unterstützung einen kostenlosen Sicherheitstag an. Über 300 Interessierte machten mit. Nadine Schneider

Ein Rollator soll Menschen mit eingeschränktem Gehvermögen eine Stütze sein und ihnen bei alltäglichen Aufgaben und Unternehmungen helfen. Doch viele können mit ihrer Gehhilfe nicht umgehen oder haben diese falsch eingestellt. "Männer laufen oftmals sehr gebückt und Frauen schieben den Rollator wie einen Kinderwagen", erzählt Marita Scheidt vom Parkinsonkompetenzzentrum in Dudweiler von ihren Beobachtungen. Das sei nicht nur schädlich für den Rücken, sondern könne im täglichen Gebrauch gefährlich sein, weil die Geräte dann nicht den nötigen Halt böten.

Um dem entgegenzuwirken, hat das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Dudweiler , zu welchem auch das Parkinsonkompetenzzentrum gehört, zusammen mit der Firma Agesa sowie der Saarbahn und deren Mobia-Service am Donnerstag von 10 bis 14 Uhr den "DRK-Scooter und Rollatortag" für den sicheren Umgang mit Rollatoren und Elektro-Scootern veranstaltet. Fast 300 Interessierte kamen über den Vormittag verteilt zum Marktplatz, um sich über die generelle Handhabung der Geräte sowie Vorteile einzelner Modelle zu informieren und sich vor allem Tipps für verschiedene Situationen, etwa das Überqueren von Straßen, zu holen. "Wenn die Leute auf den Bordstein hinaufwollen, müssen sie die Auftrittsmöglichkeit an den Rädern nutzen, damit diese angehoben werden, danach können diese auf dem Bordstein aufgestellt werden, und die Hinterräder werden einfach nachgezogen beziehungsweise geschoben", erklärt der Medizinproduktberater der Firma Agesa, Volker Kunz, "und für runter sollte man rückwärtsgehen."

Ein Thema war die sichere Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln, hierbei stand der Mobia-Lotsenservice der Saarbahn den Interessenten mit Rat und Tat zur Seite. Sogenannte Mobia-Lotsen zeigten den Betroffenen, wie sie mit Hilfe einer im Bus integrierten Rampe sicher in das Fahrzeug einsteigen. "Die Rampe ist in fast allen unseren Bussen vorhanden, man muss nur vorher zum Fahrer, und dieser muss die Rampe dann rauslegen", erklärt Rüdiger Haupt, Sachgebietsleiter für Beschwerden und Ausbildung der Saarbahn, "reinfahren müssen sie aber selbst, da der Fahrer nicht weiß, wo er angreifen soll."

Wer bei der Benutzung von öffentlichen Verkehrsmitteln dennoch Probleme hat, kann sich auch einen Mobia-Lotsen bestellen. "Wir holen die Leute zu Hause ab, bringen sie zur Haltestelle, schauen eventuell nach den Busverbindungen, machen die Rampe raus, begleiten sie dann zu ihrem Ziel, beispielsweise, wenn sie zum Arzt wollen, und holen sie später wieder ab", erklärt Mobia-Lotse Markus Guldner. Dieser Service der Saarbahn wird seit März im Regionalverband angeboten und ist kostenlos.

Mobia-Lotsen können unter der Servicehotline, Tel. (06 81) 5 00 33 99, gemietet werden.