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Freundschaft ist jetzt in Stein gemeißelt

Freundschaft ist jetzt in Stein gemeißelt

Am Anfang stand das große Hochwasser im Osten der Republik. Damals wollten auch viele Leute aus Jägersfreude den betroffenen Menschen helfen. Was sie dann auch taten. Seither gibt es einen regen Austausch zwischen Saarländern und Sachsen.

Jägersfreude. Es war Ende März dieses Jahres, da weilte eine 37-köpfige Delegation aus Niederstriegis beim Ortsinteressenverein (OIV) Jägersfreude. Die Sachsen und die Saarländer feierten das zehnjährige Bestehen ihrer besonderen Freundschaft. Auf einen kurzen Nenner gebracht, begann die Geschichte so: Die Jägersfreuder verfolgten 2002 wie viele andere Menschen das Hochwasser in der sächsischen Erzgebirgsregion. Der OIV fasste den Entschluss zu helfen. Auf der Suche nach einer passenden Gemeinde stieß man im Internet auf Niederstriegis. Es gab eine Benefizgala in Jägersfreude. Knapp 1600 Euro kamen zusammen. Das Geld wurde dem damaligen Niederstriegiser Bürgermeister Heinz Martin überreicht.So begann eine Freundschaft, die bis heute von einigen Gruppen, vor allem von der Feuerwehr, gepflegt wird. Vor wenigen Tagen machten sich nun die Jägersfreuder mit 31 Personen - dabei auch Ex-Bezirksbürgermeister Heinz Schmidt, Reiner Schwarz, Brandinspekteur des Regionalverbandes, und Mitglieder der Dudweiler Feuerwehr - zum Gegenbesuch auf. Der Grund: In Niederstriegis gab es ein großes Freundschaftstreffen. Neben den Jägersfreudern waren auch Gäste aus Finning in Bayern, aus Berlin, aus Nortorf in Schleswig-Holstein und aus Jülich in Nordrhein-Westfalen in die sächsische Erzgebirgsregion gekommen. Alle hatten sie vor zehn Jahren, als die große Flut über Sachsen kam, den Bürgerinnen und Bürgern in Niederstriegis geholfen. In der Nähe der Stelle, wo die Striegis in die Freiberger Mulde mündet, wurde 2008 eine Freundschaft-Buche gepflanzt. "Sie soll dokumentieren, wie groß die Hilfsbereitschaft nach 2002 war und welche Kontakte entstanden sind", so der Niederstiegiser Bürgermeister Heinz Martin. Jetzt hat die Buche Gesellschaft bekommen. An dem Gedenkstein der Buche wurde eine Erinnerungstafel enthüllt. Die Freundschaft ist jetzt sozusagen in Stein gemeißelt. Die Tafel hat folgende Inschrift: "Buche der Freundschaft - Möge dieser Baum stets gut wachsen und gedeihen und in guten als auch weniger guten Zeiten die Menschen stets daran erinnern, welchen Wert echte Freunde verkörpern." "Es war eine bewegende Feier und ein ganz tolles Fest. Unsere gegenseitigen Beziehungen wurden noch ein Stück weiter gefestigt", so beschreibt der OIV-Vorsitzende Kurt Büch das Fazit des Besuches. ll