Freudenfest auf dem Bauernhof

Dudweiler. Die närrischen Weiber der Dudweiler Pfarreien ließen es im Schützenhaus hoch hergehen. "Bauer sucht Frau", lautete das Motto der Fastnachtssitzung mit musikalischer Unterstützung durch Heinz-Peter Weiland

Dudweiler. Die närrischen Weiber der Dudweiler Pfarreien ließen es im Schützenhaus hoch hergehen. "Bauer sucht Frau", lautete das Motto der Fastnachtssitzung mit musikalischer Unterstützung durch Heinz-Peter Weiland. Nach der Begrüßung durch die Sitzungspräsidentin Gertraud Rau stimmten die närrischen Weiber das Publikum mit dem Lied "Wenn das Trömmelchen geht" auf den Abend ein. Im Anschluss präsentierten die Nelkenmäuse der KG Grüne Nelke ihren aktuellen Gardetanz.Garde bezaubert Gäste

"Bauer" Rene Unkelbach (Pastor St. Marien) und seine Bäuerin Hiltrud Böhm hatten viel zu ihrem ersten "Date" auf dem Bauernhof zu erzählen. Die junge Garde des HKV Dudweiler bezauberte anschließend mit ihrem Schautanz das Publikum. "Ich fühle mich gar nicht wohl" jammerte in närrischem Vortrag Dagmar Montada als Meiersch Elfriede in der Bütt - eine Lachparade ohne Ende, die mit der anschließenden Parodie der "Weather Girls" einen weiteren Höhepunkt fand.Danach überbrachten Pastor Stefan Groß und seine Büttenpartnerin Andrea Scherer dem Bauer Rene und seiner Bäuerin Hiltrud zu ihrem neuen Glück ihre Wünsche. Über Gott und die Welt ließen sich in einem humoristischen Feuerwerk die "Tratschweiber" (Uschi Irsch und Rita Bär) aus. Allerhand Skurriles hatte Pastor Stefan Groß aus dem Pfarreileben zu erzählen. Von der Geburt bis zur Beerdigung reichten seine Berichte. Kurz vor der Pause kamen die Männer der Närrischen Weiber zu Wort. Als "Fünf mit ännem ohne Hut" - also sechs Sänger, die dieses Mal sogar zu siebt auf der Bühne standen - forderten sie das närrische Panoptikum zum Mitsingen, Mitschunkeln und zur Polonaise auf. Kaum Luft geschnappt, folgte ein Medley von Dagmar Montada. Danach ging Rita Bär mit einem Vortrag über die "Männerwirtschaft" an den Start. Wie man ein Loch in einem Eimer stopft, das besangen in dem altberühnten Song "O Henry hol Wasser" Andrea Scherer und Ute Gress.

Und dass sich die närrischen Weiber vor nichts, schon gar nicht vor den Geistern der Fasenacht fürchten, zeigten sie in einem Tanz mit eindrucksvollen Kostümen in der Parodie zu "Ghost Busters".

So ein Abnehm-Stress

"Da bin ich mal wieder" - so erschien in altbewährter Manier Hiltrud Böhm auf der Bühne. Sie gab ihre Erlebnisse um Gesundheit, Arztbesuche, falsch verstandene Diagnosen und den alltäglichen Stress, vor allem den Abnehm-Stress, gekonnt wieder. Mit Trinksprüchen, die den Bauernregeln abhanden gekommen waren, peppte sie ihre Glossen auf.Als sich dann zeigte, dass ein geplanter Urlaub in England wegen des Linksverkehrs abgesagt wurde und sich statt dessen das Befahren der Saarbrücker Stadtautobahn analog zum Linksverkehr als lebensgefährlich zeigt, "platzten die Lachnähte".

Beim finalen Showblock tauchten alle Akteure des Abends noch einmal in verschiedenen Rollen auf. Endlich hat der Bauer seine Frau gefunden, Schäfer Heinrich holte seine Resi mit dem Traktor ab, die Biene Maja wollt', sie wär' ein Huhn, der Eiermann legte mit dem Holzmichel einen Schweinetango aufs Parkett, und das rote Pferd auf dem Flur verstand nicht, wieso der Toni mit der Vroni und einer schönen Maid ein Bett im Kornfeld hat.

Nachdem der Holzmichel wieder auferstanden war, besang er mit all seinen Fastnachtsfreunden seine "Sweet Caroline". Den Schlusspunkt setzte Dagmar Montada, die für ihre traditionelle Dudweiler Hymne "Dudweiler Städtche" noch einmal alle Akteure auf die Bühne holte, die sich gemeinsam unter lang anhaltendem Applaus bei einem großartigen Publikum bedankten. red