Freiluftfete in einem echten Idyll

Freiluftfete in einem echten Idyll

Neben einer Schauübung der Freiwilligen Feuerwehr gab es beim Angelsportverein viel Musik am Huberweiher – und das bekannt gute Essen.

Wenn man die Sulzbachtalstraße aus Jägersfreude kommend in Richtung Dudweiler fährt, kann man auf der rechten Seite ein Schild sehen: "Huberweiher" steht darauf. Es weist den Weg rechts ab in die Wiesenstraße. Ein paar Häuser finden sich dort. Die Straße ist nur bedingt befestigt. Weiter oben am Berg findet man keinen Asphalt. Am Ende des Weges, nach einigen hundert Metern, hat man den Eindruck, in einer völlig anderen Welt zu sein. Dort befindet sich nämlich in einer völlig idyllischen Lage der Huberweiher. Seinen Namen hat der Weiher von seinem Gründer Friedrich Huber. Besser bekannt als Huber Dick. Der Angelsportverein (ASV) Jägersfreude hat ihn seit Anfang der 80er Jahre des letzten Jahrtausends gepachtet. Einmal im Jahr wird gefeiert. Auch am vergangenen Wochenende fand wieder das traditionelle Weiherfest an der Anlage und rund um das Vereinsheim statt. "Es wird wohl so das zwölfte Fest sein", vermutete Stefan Zimmer. Er ist seit zwei Jahren der Vorsitzende des rund 60 Mitglieder zählenden Vereins. Auch dieses Mal hatten er und seine rund 25 Helfer auf die bewährte Mischung aus leckeren Speisen, gemütlichem Beisammensein und abwechslungsreichem Programm gesetzt. So stand am Samstagnachmittag eine Schauübung der freiwilligen Feuerwehr Herrensohr/Jägersfreude auf dem Programm. Die Floriansjünger zeigten mit ihrem Pumpen und Schläuchen das Ansaugen des Weiherwassers, welches sie dann wieder über mehrere Rohre abgaben. Der erste Abend stand im Sinne bekannter Melodien, Gesang und gekonnter Parodien, als Christoph Lesch alias "Der Fidelius" auftrat. Den Spagat zwischen Musik für Jung und Alt schlug "DJ Nobby". Besuch von den Lerchensängern bekamen die Angler am Sonntagvormittag, als die KG Pfaffenkopf den Frühschoppen umrahmte. Als Besonderheit gab es auch dieses Mal, neben dem Schwenkbraten à la Blechhammer, geräucherte Forelle. Es gibt Menschen, die extra dafür auf das Fest gehen, versicherte Vorsitzender Zimmer.

Manche Vereine leiden unter Nachwuchssorgen. Wie ist das beim ASV Jägersfreude ? Etwa zehn Prozent der Mitglieder sind Jugendliche, erklärt Stefan Zimmer. Doch auch in Jägersfreude sei es wegen Ganztagsschulbesuchs der Kinder und anderer Freizeitangebote nicht einfach, an den Nachwuchs heranzukommen. "Es ist ja nicht mehr so wie früher", erklärt der ASV-Chef. Man versuche, über Mundpropaganda und Schnupperangebote in Sachen Mitfischen an Interessenten zu gelangen. So könne man hierzu, wenn noch keine Anglerausrüstung vorhanden sei, diese bei Bedarf ausleihen. Dafür zahlen die Kinder und Jugendliche, wenn sie eintreten, auch nur den halben Jahresbeitrag, nämlich 24 Euro. Innerhalb von zwei Jahren sollten sie dann die Sportfischereiprüfung und auch die Landesfischereiprüfung ablegen, um legal ihrem Hobby nachgehen zu können.