Familiendrama in Saarbrücken-Dudweiler: Täter soll dauerhaft in Psychiatrie

Tat mit zwei Toten im September : Familiendrama in Dudweiler: Täter soll dauerhaft in Psychiatrie

Der 40-Jährige soll im September seine Mutter und seinen Bruder erstochen haben. Die Staatsanwaltschaft hat nun beantragt, dass er dauerhaft in einem psychiatrischen Krankenhaus untergebracht werden soll.

Die Tat ereignete sich am frühen Samstagmorgen (21. September). Der 40-Jährige soll laut Staatsanwaltschaft zuerst seine 72-jährige Mutter mit einem 20 cm langen Küchenmesser angegriffen haben und ihr mehrere Stiche in den Bauch und den Brustkorb zugefügt haben. Im Anschluss soll er in der gleichen Wohnung seinen 32-jährigen Bruder attackiert haben.

Laut Staatsanwaltschaft soll er auf ihn mindestens 20 Mal eingestochen haben. Der 32-Jährige verstarb noch am Ort des Geschehens, die Mutter konnte noch fliehen, starb jedoch am 25. September.

Die Staatsanwaltschaft Saarbrücken geht davon aus, dass der Mann während der Tat schuldunfähig war. Das teilte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Dennis Zahedi, in einer Mitteilung vom Dienstag (19. November) mit. Der Beschuldigte leide an einer schizophrenen Psychose, heißt es weiter.

Von ihm seien aufgrund seines Zustandes „erhebliche rechtswidrige Taten“ zu erwarten. Da er eine Gefahr für die Allgemeinheit darstelle, fordert die Staatsanwaltschaft eine dauerhafte Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus.

Der 40-Jährige hatte sich nach der Tat widerstandslos festnehmen lassen und kam zunächst in Untersuchungshaft. Wie die Staatsanwaltschaft mitteilt, ist er seit dem 27. September vorläufig in der saarländischen Klinik für forensische Psychiatrie in Merzig untergebracht.