Eine fast normale Schulstunde

Herrensohr/Jägersfreude · Den vergangenen Freitagmorgen verbrachten die Drittklässler in einer „fast ganz normalen Schule“. Denn pünktlich zum bundesweiten Vorlesetag hatte die Grundschule Herrensohr/Jägersfreude eine spannende Veranstaltung im Angebot. Andrea Becker, Staatssekretärin für Bildung und Kultur, las einige Kapitel aus dem kindgerechten Buch „Die Schule der magischen Tiere“ von Margit Auer vor.

 Staatssekretärin Andrea Becker liest den Kindern der Grundschule Herrensohr/Jägersfreude vor. Foto: Thomas Seeber

Staatssekretärin Andrea Becker liest den Kindern der Grundschule Herrensohr/Jägersfreude vor. Foto: Thomas Seeber

Foto: Thomas Seeber

Gebannt verfolgten die Schüler der Klassen 3.1 und 3.2 die Geschichte "Die Schule der magischen Tiere" von Margit Auer um den tollpatschigen Benny und die neue Schülerin Ida, die mit ihren "uncoolen" Strumpfhosen natürlich gleich als Außenseiterin abgestempelt ist. Doch die anderen Schüler staunen natürlich nicht schlecht, als gerade diese beiden die Ersten sind, die ein "magisches Tier" als neuen besten Freund in Empfang nehmen. Der unsportliche Benny wünscht sich einen Panther, bekommt jedoch die Schildkröte Henrietta. Ida hätte gerne eine Katze, nennt jedoch bald darauf den Fuchs Rabbat ihr eigen.

Natürlich verriet die Staatssekretärin Andrea Becker Adas Ende nicht und ließ den Kindern die Fantasie, was genau es denn mit den magischen Tieren auf sich hat. Doch Spaß hatten die Kinder trotzdem, zum Beispiel wenn die Figuren der Geschichte denselben Namen trugen wie ihre eigenen Klassenkameraden.

Max beispielsweise machte mit seinen Fingern die runde Brille des Protagonisten nach. "Sind in dem Buch auch Bilder drin?" wurde gefragt. Andrea Becker bejahte dies, indem sie das Buch einfach zu den Schülern umdrehte und ihnen die feinen Zeichnungen zeigte. "Damit ihr euch vorstellen könnt, wie ein Schlapphut aussieht", erklärte sie dann.

"Für mich ist diese Aktion immer wieder ganz toll", so Andrea Becker am Ende der Lesung. Die Schüler seien sehr diszipliniert gewesen und waren konzentriert bis zum Schluss. Die Schwierigkeit bei der Auswahl des Buches sei gewesen, eines zu finden, dass Mädchen und Jungs gleichermaßen anspricht. Letztes Jahr habe sie beispielsweise aus den Olchis vorgelesen. Da diese reichlich chaotisch seien, wäre das eher was für die ganz jungen. Fantasy liest die Staatssekretärin selbst ganz gerne, und als sie "Die Schule der magischen Tiere" angelesen habe, sei die Wahl darauf gefallen. Die Teilnahme am Vorlesetag liege ihr enorm am Herzen, einen Tag vorher habe man noch kurzfristig SR-Moderatorin Charlotte Maihoff für eine andere Lesung gewinnen können. "Das war heute der angenehmste Termin des Tages", sagte sie mit einem Augenzwinkern.

"Das ganze Jahr über ist jemand in Sachen Leseförderung unterwegs", wusste Jörg Sämann zu berichten. Der Referatsleiter Bibliotheken, Kunst und Literatur vom Bildungsministerium erzählte auch mit Stolz davon, dass viele andere Bundesländer wegen dieser Rührigkeit neidisch auf das Saarland schauen. Wichtig bei einer Schulbibliothek sei es, dass man eine Vielfalt an Titeln anbietet, erklärte Elke Degen. "Ganz wichtig ist auch, dass man aktuelle Titel hat", fügte die Schulleiterin hinzu. Dies sei in der Grundschule Herrensohr/Jägersfreude gegeben. Bereits zur Begrüßung hatte die Trommel-AG der zweiten Klasse für Stimmung gesorgt.

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