Ein Passionsspiel zur Wiedereröffnung

Ein Passionsspiel zur Wiedereröffnung

Der Gottesdienst vor Karfreitag war schon etwas Besonderes, denn er war er Erste nach der Wiedereröffnung der Christuskirche in Dudweiler. Das Ende der Bauphase von rund fünf Jahren wurde feierlich begangen mit einem Passionsspiel.

Der Gründonnerstagabend stellte für die evangelische Christuskirche Dudweiler in doppelter Hinsicht einen historischen Meilenstein dar. Zum einen wurde erstmals nach der Wiedereröffnung im November vorigen Jahres - das Gotteshaus in der Saarbrücker Straße war wegen gravierender Baumängel fünf Jahre lang geschlossen - am Vorabend vor Karfreitag ein Gottesdienst gefeiert. Zum anderen wurde im Dudweiler Wahrzeichen am Donnerstagabend, eingebunden in den Gottesdienst, auch ein Passionsspiel aufgeführt.

Jugendliche und Erwachsene der evangelischen Kirchengemeinde Dudweiler /Herrensohr spielten und sangen die Geschichte des Leidens Jesu. Dabei war die Besucherzahl mit rund 50 Gläubigen überschaubar.

Das Spiel selbst war quasi in der Mitte des Gottesdienstes mit Abendmahlfeier platziert. Prädikant Günther Kliebenstein hatte zuvor den Psalm 69 "Gott, hilf mir!" mit den Gottesdienstbesuchern gesprochen. Dabei wechselten sich Männer und Frauen in Gruppen bei den Gebetsversen ab. Die musikalische Umrahmung des eigentlichen Gottesdienstes oblag Organist Mark Belenki. "Hören und sehen wir, was damals geschehen ist", hatte Kliebenstein die Aufführung angekündigt.

Dabei stammten die Texte und Lieder von Miriam Kraß, Christian Lustig, Reiner Wagner sowie Anja und Simone Culmann. Während der Aufführung wurde die Leidensgeschichte Jesu Christi mithilfe einer Fotopräsentation bildlich verdeutlicht. Alle Stationen, vom Einzug Jesu in Jerusalem bis zum Tod am Kreuz, wurden nachgespielt. "Wir haben erst am letzten Samstag mit den Proben begonnen", verriet Simone Culmann vom Ensemble. Seither habe die Gruppe jeden Tag geübt. Erst am Tag vor Gründonnerstag fand die Generalprobe statt. Den Besuchern schien die Aufführung gefallen zu haben, wenn man am Ende des Gottesdienstes in die Gesichter blickte. Applaus gab es nämlich keinen. Das lag jedoch weder an den schauspielerischen noch an den musikalischen und gesanglichen Leistungen der Darsteller, Musiker und Sänger. Diese hatten, worauf Prädikant Günther Kliebenstein vorab hingewiesen hatte, ausdrücklich darum gebeten, dass kein Beifall gezollt wird. Somit wolle man der Ehrfurcht vor dem Leben und Sterben Christi Rechnung tragen und den Sinn der kirchlichen Feiertage wahren.

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In KürzeDie Mitwirkenden, Darsteller: Simon Ohlinger (Jesus), Miriam Kraß (Maria), Sven Nicolay (Petrus), Thorben Feil (Judas), Caro Hinkel und Yasmin Daoud (beide Hohepriester), Birgit Nicolay (Johannes/Johanna), Saskia Kiefer (Pilatus), Kim Kleinbauer, Volker Nicolay, Laura Pitz und Romie Culmann (alle Jünger) sowie Eike Brunzena (Soldat); Musiker: Annabelle Weber (Querflöte ), Simone Culmann (Gitarre/Querflöte ), Katharina Baltes und Simon Ohlinger (beide Keyboard) und Kim Kleinbauer (Gesang). jma