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Rathauschefin vor Ort
Dudweiler Verein plant neuen Naturpfad

Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (rotes Kleid) und ihre Begleitung am Lindenplatz.
Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (rotes Kleid) und ihre Begleitung am Lindenplatz. FOTO: Iris Maria Maurer
Dudweiler. Stippvisite der Saarbrücker Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) in Herrensohr. Bürger präsentieren Projekte. Von Thomas Feilen

Der Treffpunkt am Parkplatz Sulzbachtalstraße/Wilhelmshöhe liegt ein wenig versteckt hinter Hecken und Containern. So war nicht jeder pünktlich, als Oberbürgermeisterin Charlotte Britz (SPD) auf der Wilhelmshöhe Station machte. Auch die Rathauschefin war zu spät dran, als sie vorgefahren kam. Sie richtete einige wenige Worte zum Einstieg in den Rundgang, der etwa eine Stunde später in der TuS-Halle in Herrensohr endete.


Die Zuhörer machten es Britz leicht, eine gute Atmosphäre zu schaffen. Denn Otto-Normal-Bürger fehlte. Kein Wunder: Entweder arbeitete er hatte andere Termine oder hatte schlicht und einfach kein Interesse an Politik, auch nicht an der kommunalen.

Schnell übergab die Amtsinhaberin und erneute OB-Kandidatin das Wort an Alexander Deutsch vom Verein „Pfad der Sinne“. Dieser plant einen den Vereinsnamen tragenden Weg auf den Herrensohrer Wiesen. Deutsch stellte das Projekt vor, das aber noch nicht von der Stadt genehmigt ist. Es solle hier ein Erfahrungsraum entstehen, der Menschen aller Altersgruppen und Kulturen, insbesondere benachteiligten Menschen, zur Verfügung steht.



Laut Deutsch soll an dieser Stelle im Wiesental ein Treffpunkt zum gesellschaftlichen Miteinander inklusive vielfältiger Naturerfahrungen entstehen. Großen Wert lege der Verein auf Niederschwelligkeit und Barrierefreiheit.

Doch vor der möglichen Genehmigung haben Britz und die sie begleitende Grünamtsleiterin Carmen Dams Fragen nach der Verkehrssicherungspflicht gestellt. Das könnte im schlimmsten Fall bedeuten, dass das gesamte Projekt von knapp einem Hektar Größe eingezäunt werden muss. Und das würde etwa die Hälfte der Gesamtkosten verschlingen. Hier soll es zeitnah Gespräche von Verwaltungs- mit Vereinsmitgliedern geben, so das Fazit.

Weiter ging der Tross um die Oberbürgermeisterin zum Spielplatz am Lindenplatz. Der machte auf die Besuchergruppe einen sehr ordentlichen Eindruck, kleinere Holzschäden an Bänken oder Geräteeinfassungen werden städtische Arbeiter zeitnah beheben, versprach Dams. Auch Britz zeigte sich angetan von dem Quartier und lobte die gepflegten Häuser und Gärten, ebenso entlang der Oberstraße.

Diese führte zur nächsten Station, dem ehemaligen Frick-Gelände. Dort hatte Klaus Müller, Geschäftsführer der Firma Speicher Boxx Operation GmbH, ausreichend Gelegenheit, das Konzept vorzustellen: In dem Warenlager werden Möbel abgestellt, Akten deponiert, Hausrat aufbewahrt. Britz und ihre Gefolgschaft zeigten sich beeindruckt von Angebot und Ausführungen.

Zu Fuß ging es weiter zum Ziel der Tour, der TuS-Halle. Angesprochen, ob es Pläne zum Bau einer Moschee im Stadtbezirk gebe, antwortete Britz: „Mir ist nichts bekannt.“ Derartige Fragen würden öfter gestellt, entbehrten aber bis dato jeder Antrags-Grundlage.