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Dudweiler Linke meldet Bedenken an

Dudweiler. Gegen den möglichen Umzug des Netto-Marktes in die Beethovenstraße spricht sich erneut der Bezirksverband Dudweiler der Linken aus. Das wäre nicht in Einklang zu bringen mit dem Einzelhandelskonzept der Stadt. dla

Der Bezirksverband der Linken macht in einer Pressemitteilung seinem Unmut über das Gerichtsurteil gegen die Erweiterung des Discounters in der Sulzbachtalstraße Luft (SZ vom 13. August). "Der Aldi-Markt in Dudweiler darf jetzt nach dem Gerichtsurteil nicht erweitern. Weitere Einsprüche von Aldi sind wohl nicht mehr möglich."


Die Partei sieht hier Parallelen zum Streit über den Umzug des Netto-Marktes von der Liesbet-Dill-Straße auf das ehemalige Stoss-Medica-Gelände in der Beethovenstraße.

"Genauso gibt es ein Urteil vom Stadtrechtsausschuss bezüglich der Ablehnung des Umzugs in die Beethovenstraße in Dudweiler ", steht in der Pressemitteilung. Die Linken haben ihrerseits eine Unterschriftenaktion gestartet, um den Markt in der Liesbet-Dill-Straße zu halten: "Es gibt eine große Beteiligung an der Unterschriftenaktion für den Erhalt des Netto-Marktes in der Liesbet-Dill-Straße. Diese Unterschriften werden wir auch der Konzernspitze von Netto schicken", so die Dudweiler Linke.



Allerdings erarbeite die Stadtverwaltung bereits Ratsvorlagen, die diesem Ansinnen zuwiderlaufen. Die Linken sehen hier einen Kontrast zum Urteil des Oberverwaltungsgerichts, das sich in seiner Begründung auch auf das Einzelhandelskonzept der Landeshauptstadt bezog.

"Wie die Landeshauptstadt die neuerliche Vorlage zum geplanten Umzug von Netto mit dem Einzelhandelskonzept in Einklang bringt, darauf bin ich mal gespannt", so Gabriele Ungers, Fraktionsvorsitzende der Linken im Bezirksrat Dudweiler , und: "Nachdem ich auch Einblick in Pläne für die Erweiterung des Marktes erhalten habe, gibt das alles keinen Sinn. Bleibt man bei einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern, was ebenfalls Bestandteil des Einzelhandelskonzepts für neue Märkte ist, dann ist der Markt in der Beethovenstraße nicht größer als der alte nach einer Erweiterung in der Lisbeth-Dill-Straße. Also könnte Netto auch dort bleiben. Da es dort bereits Teilgenehmigungen gibt, ginge diese Erweiterung viel schneller als der neuerliche Weg durch die Gremien von Bezirksrat, Bauausschuss und Stadtrat."

Bedenken haben die Linken unter anderem auch wegen der Höhe des neuen Gebäudes in der Beethovenstraße: "Vielleicht sollte hier schon vorher gesagt werden, wie hoch dieses Gebäude sein wird, wenn die 96 Appartements für Studenten dazukommen. Bis jetzt ist das Gebäude so hoch wie die Häuser dahinter. Es gibt zu viele Unbekannte bei diesem Modell", bemerkt Gabriele Ungers. Daneben seien die Kosten für Saarbrücken bisher nicht thematisiert worden: "Auch die Höhe der Kosten, die an der Landeshauptstadt hängenbleiben, ist fraglich. Zu dem Bauvorhaben gehören eine veränderte Straßenführung und eventuell auch ein neuer Fußgängerübergang. Wo soll das Geld dafür herkommen?", fragt Ungers.